#114 Soziokratie in Schule - ein Gespräch mit Leander Grand
Shownotes
In dieser Episode erfährst du:
👉 wie Soziokratie dabei helfen kann, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und gleichzeitig klare Entscheidungsstrukturen zu schaffen 👉 warum Beteiligung nicht bedeutet, dass immer alle über alles entscheiden, sondern wie durchdachte Entscheidungsprozesse Handlungsfähigkeit fördern können 👉 weshalb Vertrauen, Beziehung und Transparenz zentrale Voraussetzungen für gelingende Zusammenarbeit sind 👉 wie Schulen und Organisationen von selbstorganisierten Strukturen profitieren können 👉 warum Führung heute weniger darin besteht, Antworten zu geben, sondern gute Rahmenbedingungen für Entwicklung und Zusammenarbeit zu schaffen 👉 welche Chancen und Herausforderungen entstehen, wenn Verantwortung bewusst im System verteilt wird
Wir müssen Führung neu denken, wenn wir Menschen stärker beteiligen und Verantwortung wirksam verteilen wollen. Es reicht nicht aus, Verantwortung einzufordern – wir müssen auch die passenden Strukturen schaffen, damit Menschen sie tatsächlich übernehmen können. Gute Führung nicht darin besteht, alle Antworten zu kennen. Vielmehr geht es darum, Räume zu gestalten, in denen Menschen ihre Fähigkeiten einbringen, gemeinsam lernen und Verantwortung übernehmen können. Beteiligung und klare Entscheidungen kein Widerspruch sein müssen. Im Gegenteil: Durch transparente Prozesse und klare Rollen können Organisationen sowohl handlungsfähig bleiben als auch mehr Menschen aktiv einbeziehen.Selbstorganisation funktioniert nicht durch Methoden allein, sondern vor allem durch eine Kultur, in der Menschen sich gehört, ernst genommen und wirksam erleben.
Die Zukunft von Führung liegt weniger in Kontrolle und mehr in gemeinsamer Verantwortung. Gerade in komplexen Zeiten brauchen wir Formen der Zusammenarbeit, die Vielfalt nutzen und kollektive Intelligenz fördern.
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Transkript anzeigen
00:00:06: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast Leadership To Go.
00:00:10: Der Podcast für alle Führungskräfte, Verantwortungsträgerinnen und HA-verantwortliche aus Unternehmen und Schulen die arbeiten und führen hinter Fragen und Neudenken wollen!
00:00:22: Ich bin Romi Möller und hier im Podcast teile ich mit dir Impulse & Tools zu dem Team New Work und Leadership – Für ein starkes Ich, für ein starken Team und für eine starke Gesellschaft.
00:00:39: Und jetzt geht es auch schon los mit der heutigen Folge!
00:00:42: Heute habe ich wieder einen Gast bei mir im Podcast, und zwar Leander Grant.
00:00:46: Er ist Schulleiter Co-Founder der Fokusbildung GmbH und begleitet Schulen und Lehrkräfte dabei neue Formen von Zusammenarbeit und Führung zu gestalten.
00:00:55: Und genau darüber sprechen wir heute über Soziokratie.
00:00:59: Vielleicht hast du den Begriff schon einmal gehört, vielleicht ist aber auch etwas abstrakt noch für dich?
00:01:04: Hinter Soziokratie versteckt sich die zentrale Frage – wie können Organisationen Verantwortung verteilen, Beteiligung ermöglichen und gleichzeitig handlungsfähig bleiben?
00:01:16: Und genau deshalb ist das Thema nicht nur für Schule spannend sondern auch für Führungskräfte, HR-Verantwortliche.
00:01:25: Wenn du dich also fragst, wie Selbstorganisation wirklich funktionieren kann und welche Strukturen Beteiligungen unterstützen um was sich verändert wenn Führung nicht nur hierarchisch gedacht wird dann bekommst du in dieser Folge viele spannende Perspektiven und konkrete Erfahrungen aus der Praxis.
00:01:43: Und damit wünsche ich dir jetzt ganz viel Freude beim Zuhören der Episode Nr.
00:01:52: Vorher gleich in das Gespräch einsteigen möchte ich gerne noch etwas in eigener Sache mit dir teilen.
00:01:57: Und zwar startet im Oktober der siebte Durchgang meines Leadership-Programms zusammenwachsen!
00:02:03: Das ist ein achtmonatiger Entwicklungsraum für angehende und aktive Führungskräfte, die ihre Führungen bewusster und wirksamer gestalten möchten – und zwar für Teilnehmende aus der Wirtschaft zum Bildungsbereich und Verwaltung.
00:02:16: Da kommt auch das Thema Selbstorganisation vor.
00:02:19: Momentan führe Kennenlerngespräche.
00:02:22: Und wenn du gerade spürst, dass du dich in deiner Führungsrolle weiterentwickeln möchtest, könnte das genau dein Impulz sein!
00:02:30: Alle Informationen zum Programm sowie den Link für ein unverbindliches Kennenlerngespräch findest du in den Show-Notes.
00:02:37: und jetzt steigen wir in die Folge EYE!
00:02:53: Danke schön, freu ich mich.
00:02:55: Ich habe schon eben gesagt in unserem Vorgespräch bevor wir einsteigen wartet noch eine Check-in Frage auf dich und mich würde interessieren was war eine wichtige Erkenntnis in letzter Zeit für Dich?
00:03:11: Ich glaube eine der wichtigsten Erkenntnisse ist die dass wir wenn wir gut führen wollen es nicht mehr mit den herkömmlichen Methoden schaffen.
00:03:27: bisschen raus ins Weltgeschehen schaue, dann zeigt sich deutlich Führung muss neu aufgestellt werden.
00:03:35: Muss neu funktionieren damit die Menschheit auch wieder die Verantwortung mitnehmen und mittragen kann.
00:03:43: Und damals sind wir ja eigentlich schon direkt in unserem Thema der Soziokratie.
00:03:49: Es ist für mich ein Modell und gleichzeitig Verständnis und Haltung.
00:03:53: Also es ist ja nicht immer nur ein, das sind Regeln und so machen wir's ja, sondern es steckt noch viel mehr dahinter zumindestens für mich.
00:04:00: bevor wir da jetzt aber gleich einsteigen Für die Zuhörerin wer bist du eigentlich?
00:04:06: Was machst Du?
00:04:08: was treibt dich auch an?
00:04:10: Was sollten wir auf jeden Fall über Dich wissen damit wir gleich in die Podcastfolge einhören können.
00:04:16: Ja meine berufliche Karriere war Mehr oder weniger ausschließlich Schule in verschiedenen Facetten.
00:04:23: Ich bin ausgebildeter Lehrer, primarlehrer habe dann auch die Schulautungsausbildung absolviert und hab mich dann weiter gebildet im Bereich Evaluation dort den Masterabschluss gemacht weil Es mir wichtig war, noch mehr dahinter zu sehen.
00:04:40: Was ist wesentlich?
00:04:42: Was braucht es für gelingende Unterricht für eine gelingene Schule und was nicht?
00:04:46: Dann machte ich einen kurzen Abstecher in Richtung Schulaufsicht.
00:04:50: Da habe ich gemerkt das ist nicht mein Ding Ich bin zu weit weg vom Schulalltag.
00:04:55: Das führte wieder zurück zur Schulleitung Und da bin ich jetzt doch schon wieder zwölf Jahre drin als Schulleiter.
00:05:03: Dazu zwei wesentliche Ausbildungswege beschwitten.
00:05:09: Das eine ist der lösungsorientierte Ansatz, Loa genannt und das andere ist Coach neue Autorität und vielleicht kommen wir im Gespräch noch darauf zurück.
00:05:19: die beiden haben einen wesentlichen Einfluss aus meiner Sicht auch auf die Soziokratie.
00:05:25: Jetzt hast du schon einen wichtigen Punkt gesagt, den ich gerne nochmal hervorhebe möchte.
00:05:29: Du hast gesagt so auf gelingenden Unterricht schauen und auch auf gelingende Schule Und ich möchte das gern noch mal unterstreichen weil das ist was ich immer so wahrnehme.
00:05:39: und um auch ein bisschen diese parallele Was können wir eigentlich aus Führung von Schule für die Führungen für Wirtschaft lernen?
00:05:46: Weil natürlich ist Schule zum einen ein Lernort für Schülerinnen oder eine Entwicklungsort ist vielleicht sogar noch etwas besser gesagt gleichzeitig, wenn wir gelingende Schule bezieht sich das natürlich auch auf Schülerinnen aber auch auf Lehrkräftelärmbegleiter in nicht pädagogisches Personal oder wie auch immer ja alle diese Personen die an Schule beteiligt sind benennen.
00:06:09: und da ist es natürlich auch eine Frage von Führung von Beteiligung, du hast gesagt so in der Check-in Frage.
00:06:16: Wir müssen neu führen, anders führen um auch Verantwortung zu ermöglichen und da können wir natürlich als Schule als Arbeitsort nochmal ganz anders draufschauen.
00:06:28: Jetzt hast du drei Begriffe gleich in den Raum geschmissen die Soziokratie dann das den lösungsorientierten Ansatz wenn ich sie richtig in Erinnerungen habe und auch die neue Autorität.
00:06:41: Ich glaube diejenigen, die aus Schule kommen können vielleicht ein zwei Begriffe einordnen.
00:06:46: Ich weiß es nicht, vielleicht auch alle drei.
00:06:49: Ich glaube aber auch die Zuhörerinnen aus der Wirtschaft können vielleicht mit Soziokratie was anfangen.
00:06:55: Weiß ich aber nicht ob sie neue Autorität einordeln können?
00:06:57: Kannst du vielleicht erstmal so ein zwei Sätze zu jedem Begriff sagen dass wir dann tiefer eintauchen können?
00:07:04: Der lösungsorientierte Ansatz orientiert sich daran das wir nichts das Problem fokussieren, den Problem viel Raum geben sondern das Problem als wesentliches Element respektieren gleichzeitig aber die Perspektive auf Lösungswege richten.
00:07:23: Wie können wir eine Herausforderung so annehmen dass wir weitergehen können?
00:07:28: Also wo befindet sich die Lösung und uns?
00:07:30: die Lösung befindet es sich oft außerhalb des Problems.
00:07:34: Es gibt die Aussage der Lösung ist das Problem egal Denn oft kommt man über die Analyse des Problems nicht wirklich zur Lösung.
00:07:43: Und der lösungsorientierte Ansatz hilft uns, den Blick wegzunehmen von der Schwierigkeit und die Ressourcen zu suchen und zu finden, die vorhanden sind, die normalerweise in jedem Menschen drin stecken – zumindest ist es die Haltung, jeder Mensch hat die Lösung bereits in sich.
00:08:06: Es gilt diese herauszuschälen damit der Mensch dann auch wieder vorwärtsgehen kann und funktionieren kann.
00:08:13: Das ist ein systemischer Ansatz, das ist systemisch lösungsorientiert, da finde ich sehr wesentlich darin.
00:08:22: Das zweite, eine neue Autorität ist nach Heimumeer benannt.
00:08:31: Er hat einen Weg gesucht vom ursprünglichen Bild der Autorität zu einem neuen Ansatz, der vor allem auf Beziehung aufbaut.
00:08:41: Also je schwieriger, je herausfordernder Situationen sind umso wichtiger ist die Beziehungen zum Menschen damit er oder damit das Kind vor allem jetzt in dem Schulkontext aber grundsätzlich den Mensch besser gestützt werden kann mitgenommen werden kann denn dass Schwierigste ist, wenn es einen Beziehungsabbruch gibt.
00:09:02: Und wenn man die neuen Forschungen auch von John Hetty nimmt im Schulkontext dann taucht er dort immer wieder der Begriff Beziehung auf.
00:09:11: Beziehungen sind wohl einer der Schlüssel zu gelingendem Austausch mit Menschen zu gelingendem Lernen letztlich zum gelingenen Zusammensein auch zur Partizipation.
00:09:25: und noch Soziokratie Als dritten Begriff?
00:09:30: Soziokratie ist eigentlich nichts anderes als eine Organisationsstruktur, ein Organisationsgerüst.
00:09:40: An dem man jetzt bei uns zum Beispiel der lösungsorientierte Ansatzneuertität mit diesen Haltungen, an denen man die Organisation aufbaut.
00:09:53: Jetzt haben wir schon mal so'n bisschen... das angeteasert.
00:09:57: Ich würde gerne in das Thema neuer Autorität noch mal mit dir reinschauen, weil du hast gesagt so Führung muss sich verändern und das ist das was ich gerade auch so erlebe in der Begleitung von Führungskräften.
00:10:10: wir kommen irgendwie an die Grenze von alten Führerungsbildern wo teilweise ja auch eine Autoritätsdurchmacht durch Position beschrieben worden ist und wir merken irgendwie da gibt es eine Grenze ja und ich glaube es hat einfach etwas mit Entwicklung von Einflüssen, von außen auch zu tun und dass das Thema Beziehung was du jetzt auch noch mal in den Raum gestellt hast sehr wichtig wird.
00:10:31: Und gleichzeitig nehme ich da irgendwie immer so ein Missverständnis war und wo Führungskräfte auch zwischen zwei Welten schwimmen zwischen autoritär sein.
00:10:41: aber In diesem Verständnis vom Macht, da will ich eigentlich weg hinzu Ich möchte Beteiligung und geteilte Verantwortung ermöglichen.
00:10:53: Manchmal dort so Klarheit und Strenge miteinander verwechseln.
00:10:57: So ist bei mir das die Wahrnehmung, ich höre dann von manchen Teams so Wir brauchen auch manchmal eine Ansage oder wir brauchen mehr Struktur Dass da noch nicht ganz der Weg gefunden ist.
00:11:11: Wie nimmst du das wahr?
00:11:12: Und wie kannst du es vielleicht auch da nochmal ein bisschen einordnen?
00:11:17: Ich erlebe das auch oft im Schulkontext aber auch in Firmen, auch in der Privatwirtschaft.
00:11:26: Dass all der Führungsverständnis da gibt es den Chef das Pyramiden denken nach wie vor eine große Bedeutung hat und der Chef die Chefin wird es wissen und wird es richten Und in der Soziokratie ändert sich das Wichtiger oder wichtig ist v.a.
00:11:44: macht die Präsenz dazu sein ein offenes Ohr zu haben, auch die Fragen zu stellen und nicht mehr den Grundsatz zu haben.
00:11:54: Ich muss alles wissen denn wir sind in einer Gesellschaft, in der das Wissen verschiedenste Weise generiert werden kann.
00:12:01: aber ich kann gar nicht mehr alles wissen sondern ich bin verantwortlich dafür dass die Sozialität das Gerüst hält, dass die Organisation die da im Kreisen funktioniert dass diese Organisation wirklich auch läuft.
00:12:17: Es gibt ein wunderschönes Buch,
00:12:19: d.h.,
00:12:19: der Bienenhirte geschrieben von Rini van Solingen.
00:12:25: Im Bienenhirten geht es darum, dass ein Schafhirth einen Bienenvolk übernimmt und als Hirte mit diesen Denken das Bienenvolk lenken will.
00:12:40: Es gelingt ihm gar nicht, bis er versteht was eigentlich seine Aufgabe beim Bienenvolk ist.
00:12:46: Das Bienenvolk das weiß genau wie es funktionieren muss.
00:12:50: Die Abläufe sind klar.
00:12:51: jede Biene weiß was sie zu tun hat und der sogenannte Bienenhirte oder der Imker, der hat dafür zu sorgen dass die Bienen arbeiten können.
00:13:01: Er schaut dass das Umfeld stimmt, er schaut dass die Bienen ihre Wiese vor sich haben damit sie überhaupt ausfliegen können, damit sie Honig produzieren können.
00:13:12: Und das betrachte ich auch als Führungsaufgabe in der Soziokratie – wir sind nicht mehr die Schafierten, die dann die Schäfchen mitnehmen oder den Lokomotivführer, der das Ganze zieht, sondern wir sind diejenigen, die gut schauen, dass das was ja ohnehin funktioniert, auch funktionieren kann.
00:13:31: Denn ich maße mir nicht an, sehr guter Unterricht funktioniert.
00:13:37: Ich habe meine Bilder, ich frage ihn nach aber letztlich habe ich Profis vor mir und diese Profis wissen vieles, viel besser.
00:13:46: also schaue ich dass sie ein gutes Feld haben indem Sie arbeiten können, indem Sie austauschen können, in dem Sie voneinander lernen können.
00:13:52: das ist für uns in der Soziokratie ein wichtiger Aspekt.
00:13:56: wir lernen alle voneinander.
00:13:58: die Organisation ist eine lernende Organisation.
00:14:01: es ist nicht so Lehrpersonen lehren die Kinder lernen, sondern auch wir erwachsen und lernen untereinander und voneinander.
00:14:09: Und das verändert das Denken in der ganzen Organisation.
00:14:13: Jetzt hast du ja schon sehr, sehr wichtige Grundsätze angesprochen also dass sich die Organisation als lernende Organisation versteht, dass wir die Annahme haben alle bringen ihr Wissen ein Bereich die Expertise, das heißt nicht dass ich als Chef in Anführungsstrichen sozusagen alles weiß sondern es darum geht wie können wir eigentlich ermöglichen dass der Wissensaustausch entstehen kann.
00:14:39: Du hast ja schon gesagt so Wir sind von der Gesellschaft und von den Organisationen auch von diesem Pyramidenbild, von der alten Führung geprägt.
00:14:47: Und wenn ich jetzt so Schule vor mir anschaue, wo ich noch Schülerin war und ich glaube auch die Zuhörerinnen... Es ist immer die Schulleitung auf die man so hoch geschaut hat usw.
00:14:59: Das hat natürlich schon dieses Klassen- und irakischen Aufbau.
00:15:03: gab es denn bei dir irgendwie ein Moment, wo du gesagt hast ne so kann das nicht mehr gehen.
00:15:09: oder wie bist du eigentlich zur Soziokratie gekommen, weil es ist ja nicht so... die dann einfach mal so anklopft und sagt hier, der Handler ist etwas Tolles.
00:15:17: Also vielleicht hat sie auch angekloppt?
00:15:20: Vielleicht magst du uns da noch einmal mitnehmen.
00:15:24: Der Ursprung war als wir zu zweit in Winter durch eine Schule übernommen haben, eine relativ große Schule mit damals etwa fünfhundert Lernenden.
00:15:33: heute sind es siebenhundert lernende und etwa hundert erwachsene Personen im System drin.
00:15:39: Wir haben die Schule übernahm von einem Schulleiter, der in der klassischen Form geführt hat und trotzdem viel Raum ließ.
00:15:49: Und für uns war es dann schwierig diese Schule tatsächlich zu halten – und wir mussten am Anfang vielleicht sehr streng sein, sehr klar sein, vielleicht besser sehr klar.
00:16:05: alle wussten, was wir eigentlich wollten und die Art von klar sein.
00:16:09: Die Art von Wir sagen mal wie es geht, mussten wir zwar anwenden, merken aber das ist wie nicht unser Ding.
00:16:16: also in der Kohlschulleitung funktioniert es nicht wenn wir da und da sind und sagen jetzt geht das und das geht nicht umso weiter.
00:16:25: Wir hatten eine Steuergruppe.
00:16:27: Die Steuergruppen war verantwortlich dafür dass Grundsatzentscheide miteinander angeschaut wurden und dann auch abgemacht worden.
00:16:37: Und sie das ins Team übertrugen, dort hieß es oft in den Teams ja die Schulleitung hat gesagt obwohl wir das miteinander beschlossen haben.
00:16:47: Wir merken dass stimmt für uns überhaupt nicht.
00:16:50: ich mag nicht führen im Sinn von Ich weiß wie's geht und ich sage euch jetzt so müssen wir das machen sondern wir müssen das miteinander hinbringen.
00:16:58: Wir wollen die Weisheit der anwesenden Nutzen, damit wir echt gute Lösungen haben.
00:17:03: Meine Kollegin hat dann in Holland einige Schulen besucht.
00:17:08: Es waren vor allem auch plifate Schulen, die so zukratisch organisiert sind und kam geflasht zurück, sagt das müssen wir unbedingt einführen.
00:17:17: Das war im Zwei Tausend Neunzehn also gerade noch vor Corona.
00:17:22: Also führten die Soziokratie ein, nicht ganz über Nacht aber innerhalb von wenigen Monaten.
00:17:29: Und jetzt stellen wir die ganze Schule um auf Soziokratie.
00:17:33: Dann setzen wir das auch um!
00:17:36: Jetzt ist natürlich die Frage wie habt ihr es umgesetzt?
00:17:40: Du hast ja schon gesagt Es gibt Kreise und ich glaube nicht alle wissen so genau wie dieses Organisationsstruktur aufgebaut ist.
00:17:47: Wie seid ihr?
00:17:48: dort vorgegangen.
00:17:49: Was hat erst mal das Kollegium so gesagt, dass ihr mit einer neuen Idee da reinkommt?
00:17:53: Wie haben die reagiert und wie habt ihr die Kreise auch konkret umgesetzt?
00:18:01: Bevor wir uns entschieden, die Sozakati einzuführen, organisierten wir noch eine Impulsveranstaltung aus einem Moment des Kennenlernens und dann ein erster Modul, um so zukratische Methoden, Konsentfindung usw zu üben.
00:18:18: Und nach diesem Modul, da waren die Steuergruppenmitglieder dabei und aus jedem Team noch jemand mehr.
00:18:25: Also wir waren doppelt so viele wie in der Steuergruppe.
00:18:28: Nach diesem Module wussten wir nicht genau wo wir stehen und fragten dann im Kreis Wie ist es euch gegangen in diesen beiden Tagen?
00:18:38: Das war für uns der große Moment.
00:18:40: Alle Unisoner alle sagten das passt dass müssen wir unbedingt umsetzen.
00:18:48: Darauf entschieden wir als Schulleitung und das war unser letzter Entscheid, den wir alleine trafen.
00:18:55: Entschieden wir uns jetzt stellen wir um auf Soziokratie.
00:18:58: In der Folge organisierten wir zuerst aus Schulleitungen eine Form mit Kreisen.
00:19:03: die Steuergruppe wurde zum Allgemeinenkreis da waren dann alle Teams vertreten.
00:19:08: Ich weiß doppelt gekoppelt also mit einem weiteren Teammitglied drin Und das war so ist letztlich auch Der oberste Kreis, der definiert was für die ganze Schule gelten soll.
00:19:24: Und dann wurden die anderen Kreise ebenfalls gebildet.
00:19:26: das sind die einzelnen Stufen Kindergarten unter Stufe Mittelstufe Sekundar-Stufe war es mittlerweile ein bisschen geändert.
00:19:34: auch da wieder sind sie in sich organisieren.
00:19:38: Sie haben eine Leitung und die Delegierte darin Ihrem Kreis entlang der Domäne, entlang dieser Felder in denen Sie selber bestimmen können.
00:19:50: Das auch selbst bestimmen.
00:19:53: Da
00:19:54: reden wir nicht rein das ist Ihre Domänae.
00:19:58: Der Allgemeinenkreis ist für die ganze Schule zuständig und die einzelnen Kreise haben ihre Bereiche.
00:20:03: Sekundar hat ihre Themen in denen sie selber bestimen können.
00:20:07: Selber miteinander schauen können.
00:20:08: was ist das bestmögliche dass wir miteinander gestalten können wiederum als Kreis organisiert.
00:20:14: Und kannst du uns mal Beispiele geben?
00:20:15: Also du sagst ja, sozusagen jeder Kreis hat dann auch die Autonomie in ihrem Spielfeld zunächst einmal auch Entscheidungen zu treffen.
00:20:22: Was sind vielleicht Entscheidungen, die der Primarbereich getroffen haben und was wäre aber eine Entscheidung, die im Allgemeinkreis gemeinsam getroffen wird so dass man sich das nochmal ein bisschen greifbarer macht?
00:20:36: Im allgemeinen Kreis ist es ein Kreis, der für die ganze Scholarneit gilt.
00:20:40: wurden Wie zum Beispiel das Schul- und Jahresprogramm abgenommen, dort wird er diskutiert.
00:20:46: Was wollen wir als Schwerpunkt des Sätzen für die ganze Schule?
00:20:51: Im Allgemeinenkreis wurde unter anderem das Thema Hausaufgaben aufgegriffen also möglichst reduzieren oder in der Primarschule gar keine Hausaufgauben mehr.
00:21:00: Keine Prüfungen mehr während des Semesters.
00:21:03: Das wurde ebenfalls im Allgemeinen Kreis festgelegt von Kindergarten bis zur Sekundarschule.
00:21:08: Während des Semesters, oder sollte es während des Semesteres keine eigentlichen Prüfungen mehr geben und Ende Semester müssen wir kantonal bedingt noch Noten setzen aber die das messende Leistung erfolgt formal mit anderen Wegen.
00:21:24: Da sind so Entscheidete im allgemeinen kreis.
00:21:26: getroffen wurden dann die Ausrichtung Weg vom herkömmlichen Schulbild zu Lernbegleitung und Lerncoaching, dass wir diesen Prozess starten wollen auch durch die ganze Schule.
00:21:42: Im Primarbereich wurde – da gibt es verschiedene Schulhäuser.
00:21:47: in einem Schulhaus zum Beispiel haben Sie beschlossen, dass sie anders unterrichten wollen, sie wollen altes Durchmisch unterrichten und sie wollen nicht mehr in Fächern denken sondern in verschiedenen Themenbereichen und haben dann das Ganze entsprechend umgestellt.
00:22:05: Entlang der Vorgaben für die ganze Schule, doch in der Autonomie ihres Schulhauses haben sie die Klassen als solche aufgehoben und haben Heimatten gebildet.
00:22:15: Die Kinder brauchen eine Heimat ist ein anderes Denken drin.
00:22:19: Und sind jetzt dort auf einem immer noch gleichen pathologischen Weg wie die anderen Schulhäuser in dieser Schulleinheit aber mit ihrer Methode und ihren Möglichkeiten zum Beispiel.
00:22:36: Ich kann mir jetzt vorstellen, dass einige Schulleitungen zuhören sagen, super!
00:22:40: Genauso wollen wir das auch.
00:22:41: Wir können nicht alles wissen für sechs oder sieben Hundert Schülerinnen und für hundert Lehrkräfte sowieso.
00:22:49: Und gleichzeitig – also es sind nicht beide Bedenken ich möchte Sie das ganz klar betonen Hör ich diese Stimmen, die sagen mit meinem Kollegium geht das nicht.
00:23:00: Da kommt sofort dieses... Das Rechtliche lässt das gar nicht zu.
00:23:06: Die Lehrkräfte sind sowieso schon überlastet.
00:23:08: was sollen sie jetzt noch machen?
00:23:13: Gab es solche Stimmen aus deinem Colegium oder aus dem Team auch bzw.
00:23:18: du begleitest ja auch andere Schuhe wenn ich das so richtig verstanden habe in der Einführung, Entwicklung in dem Prozess.
00:23:26: Ich finde immer einführend klingt so, wir kommen jetzt mal hin und sagen so... Und welche Erfahrungen hast du damit so gemacht?
00:23:38: Die Widerstände waren uns sind weniger wegen des großen Aufwands.
00:23:46: eines der Schwierigkeiten oder Herausforderungen ist das etwas andere denken.
00:23:53: ich muss meine Partikularinteressen loslassen können dem Sinn des ganzen Unterstellens, der Vision oder der Hauptausrichtung der Schule unterstellen.
00:24:05: Ich muss auch mitgehen wollen in diese Richtung die die Schule als Schwerpunkt festgelegt hat im Allgemeinenkreis also nicht einfach die Schulleitung oder irgendwas.
00:24:17: dort war vor allem und ist auch immer wieder in Schulen zu der Spannungsfeld sind die Menschen im System bereit ihren Ego zugunsten des Ganzen ein bisschen zurückzustellen.
00:24:31: Das andere, das rechtlich haben wir von Anfang an abgeklärt.
00:24:34: Wir haben geschaut wo ist innerhalb eines ganzen Funktionen Diagramms dass wir vom Kanton vorgegeben haben das Wirkungsfeld in dem die Schulleitung selber die Führung behalten muss und das ist bei der Schulleitungen.
00:24:49: Und wo darf die Schuleitung das auch delegieren oder weiter geben?
00:24:53: Und wir haben nur gerade zwei Hauptfelder gefunden welche die Schulleitung nicht abgeben darf.
00:25:00: Das eine ist die Hoheit über die Finanzen, wir haben ein Gesamtbütsche und dieses wird verteilt.
00:25:07: Da haben wir die Verantwortung dafür aber wir haben es jedenfalls im allgemeinen Kreis definiert wie wir das verteilen wollen.
00:25:14: Und das zweite ist die Personalführung, Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterinnengespreche und Beurteilungen.
00:25:22: Das bleibt bei der Schulleitung, da haben wir allerdings auch eine Form gefunden in der die so zokratischen Elemente besser eingepackt sind.
00:25:31: Es gehört auch zur Soziokratie, die sogenannten Entwicklungsgespräche, bei denen nicht einfach ich als Schulleiter ein Gespräch führe dann dem Gegenübersage das hast du gut gemacht und das... finde ich gar nicht gut, sondern das findet statt mit einem Pier oder einer Pier.
00:25:48: Mit der Schulleitung der Person die im Mitarbeitergespräch oder Beurteuerung zentral ist.
00:25:55: Hallenfahl sogar eine Schülerin, das konnte mir noch nicht so weit ausprobieren und dann schauen wir miteinander.
00:26:03: wie geht es dir?
00:26:03: Wo stehst du?
00:26:06: Nächsten Felder wären für dich interessant, um sie weiterzuentwickeln in deiner schwulischen Wirkung.
00:26:12: Das gibt einen ganz anderen Treiff rein und viele Lehrpersonen haben dann neue Entwicklungsfelde für sich aufgetan weil sie motiviert waren aufgrund des Gesprächs und der warmen Dusche ist eine unglaublich warme Dusche etwas auszuprobieren das Sie vielleicht vorher gar nicht unbedingt gemacht hätten.
00:26:31: also wir haben sehr gute Erfahrungen gesammelt mit diesen Entwicklungsgesprächen.
00:26:37: Ich würde das gerne noch mal so unterstreichen.
00:26:39: Und dieses Problem von den rechtlichen Sachen haben ja nicht nur Schulen, sondern Stefan Heiler, ich glaube von Heila Glass, der hat auch, ich meine auch Soziokratie eingeführt.
00:26:51: auf jeden Fall Selbstorganisationen die sind auch so in Kreisen organisiert ob sie es jetzt genauso nennen weiß ich nicht.
00:26:58: und natürlich auch eine GmbH braucht Deutschland ein Geschäftsführer der unterschreibt und zeichnet.
00:27:05: Die Frage ist aber ja, wer trifft die Entscheidung?
00:27:08: Und übernimmt er sie einfach im Vertrauen zu eins und eins und zeichnet sie rechtlich auf dem Papier.
00:27:13: Das heißt ja nicht dass er sie treffen muss!
00:27:17: Er kann aber sagen ein anderer trifft sich.
00:27:20: ich übernehme sie und stehe rechtlich dafür ein.
00:27:24: Ich glaube, da können wir immer diese Paralle finden.
00:27:27: Weil ich höre schon die Schulleitungsstimmen und sagen müssen aber einen Geschäftsverteidigungsplan machen und sagen, wer ist wohl für Zustände?
00:27:34: Auf dem Papier kann es ja auch so sein!
00:27:36: Aber das heißt nicht, dass nur diese Person diese Entscheidung treffen kann.
00:27:39: Und ich glaube, hier können wir Spielräume finden und dürfen kreativ sein und vielleicht kriegen wir den Anfang noch mal hin vom Lösungsorientierten denken.
00:27:50: braucht jemanden auf dem Papier und das kann man ja auch erstmal so festhalten.
00:27:54: Aber wie diese Entscheidung getroffen wird, wie sie entwickelt wird – das kann nochmal was anderes sein!
00:28:00: Das können wir voneinander tremmen.
00:28:03: Ich glaube gerade da ist das Entscheidende drin.
00:28:05: Wie kommen wir zu einem Entscheid?
00:28:08: Und wie kommen wir zur einer Lösung?
00:28:10: Und das ist eines der schönsten Momente in der Soziokratie wenn man das im Konsentverfahren miteinander definiert.
00:28:19: Denn im Konsent trage ich die Lösung mit.
00:28:23: Ich gestalte sie mit und ich habe letztlich keinen schwerwiegenden und begründeten Einwand mehr, also bin ich mittragend bei der Lösung.
00:28:32: Und wenn ich irgendwo noch Fragezeichen habe als Schulleiter oder aus Kreismitglied dann sage ich kann auch nicht Konsent geben und dann folgt auch die Frage was haben wir noch vergessen damit er entscheid nachrauch hält?
00:28:46: Damit wir miteinander eine gute Lösung haben Und dadurch wird das Ganze angereichert und ich glaube, dass macht es aus.
00:28:52: Wir haben als Schulleitung keinen der gefälternden Entscheidungen im Allgemeinen Kreisdach in anderen Kreisen hinterfragen müssen weil wir ja jeweils die Gelegenheit hatten zu sagen Ich kann noch nicht Konsent geben Es ist doch nicht sicher genug!
00:29:07: Dann kann ich jeden Entscheid unterschreiben, denn ich konnte mich hier einbringen Und die anderen auch.
00:29:13: Das ist das Wunderbare daran, dass die Entscheide sogar noch vielfältiger mitgedacht wurden und wir haben dem oft gesagt.
00:29:20: es ist wie ein Diamant der man schleift durch diese Runden in der Diskussion und dann hat man nachher den strahlenden Diamanten die gute Lösung oder der gute Weg, den wir im Konsent miteinander beschlossen haben zu gehen.
00:29:33: Wenn ihr jetzt manche Zuhörendecken hält... Sprechen Sie es nicht ordentlich ein.
00:29:37: Das heißt auch Konsens?
00:29:38: Nein, das heißt Konsent!
00:29:41: Es ist eine Entscheidungsmethodik.
00:29:44: Ich habe tatsächlich einen Podcast folge ich meine dreieinvierzier vierundvierzig wo ich so verschiedene Entscheidungsprozesse vorstelle.
00:29:50: also da kann man nochmal reinhören erkläre ich auch noch mal konkret was der Konsent ist.
00:29:54: Ich glaube sonst würde das ein bisschen weiter kommen und ich hab jetzt gerade nochmal so ein bisschen gespickt.
00:30:00: die Folge neunundachtzig mit Anne-Marie über Schulentwicklungsprozent.
00:30:05: Sie haben ein neues Oberstufenkonzept entwickelt und haben es auch über den Konsent gemacht.
00:30:09: Und da erklärt sie auch noch mal, was war die Wirkung?
00:30:13: Also sie haben sozusagen für die Mittelstufe vorher im Konzept gemacht und dann die Oberstupe aber damit dem Konsentverfahren.
00:30:20: Und letztendlich rechtlich müssen sie nochmal einen Mehrheitsentscheid machen.
00:30:24: Und sie sagt der war noch nie vorher so klar weil sie halt den Entwicklungsprozess der Lösung über Konsent Und dann nur am Ende quasi noch mal rechtlich, so die es dahinter Mehrheitsentscheid.
00:30:37: Weil aber ja vorher so viele sich beteiligen konnten ihre Einwände einbringen konnten und damit gemeinsam die Schwarmintelligence genutzt hat, weil das ein so schnelles Verfahren und so eindeutig... Ich weiß darauf nur nochmal hin, damit wir sagen okay dass eine ist rechtlich und das können wir irgendwie umsetzen.
00:30:56: Wir können aber für uns die Spielräume finden, ich glaube da dürfen wir mutig sein.
00:31:03: Ich bin ja so ein bisschen immer die kritische Stimme, um noch mal so herauszufordern.
00:31:08: Ich glaube viele denken jetzt, ohja, das klingt total super und alles toll!
00:31:12: Aber wo sollen wir das noch machen?
00:31:14: Also wenn wir über solche ganzen Sachen noch die Zeit nehmen und dann noch im Konsent und dann sitzt man da noch... Und wann sollen die Lehrkräfte, die sitzen ja am Unterricht dann bereiten Sie Ihren Unterricht vor, dann müssen Sie noch die Klausuren und die Prüfung korrigieren.
00:31:30: Wenn ich jetzt jemanden noch sage, wir machen jetzt noch eine Teamsetzung oder eine Kreissetzung – das funktioniert bei uns nicht!
00:31:36: Wie konntet Ihr das umsetzen?
00:31:39: Wir haben im Berufsauftrag ja die Zusammenarbeitseitfenster- und die Schulzeitfenste in denen wir uns nicht einfach nur mit dem Unterricht auseinandersetzen sondern auch miteinander gestalten wird usw.
00:31:52: diese Zeitfenster genommen und uns an dem orientiert.
00:31:56: Wesentlich dünge mich hier noch, dass die Soziokratie nicht jeden Entscheid im Konzentverfahren abwickelt sondern es sind Grundsatzentscheide.
00:32:06: Die wesentlichen großen Entscheiden werden so gefällt.
00:32:10: Und da geht es nicht darum nehmen wir jetzt die Grünen oder die gelben Bandel
00:32:13: usw.,
00:32:14: sondern es geht darum echte Entscheider die tragen sind für die nächste Zeit so abzuhandeln Und wenn man sich darauf fokussiert, dann sind es gar nicht mehr.
00:32:28: Wir haben im Jahr glaube ich acht Kreisversammlungen gehabt, die im allgemeinen Kreis mit wesentlichen Entscheidungen acht mal zweieinhalb Stunden.
00:32:35: aber das hatte im Berufsauftrag Platz.
00:32:38: Das brachte mir gut unter.
00:32:39: und im Grundsatz entscheidet wird festgehalten wer übernimmt es nachher?
00:32:45: Das ist schon wichtig.
00:32:46: Irgendwo muss es versorgt werden, wer übernimmt das nachher?
00:32:49: und jeder entscheidet hat auch ein Ablaufdatum.
00:32:52: D.h.,
00:32:53: wenn Entscheidende gefällt werden, werden sie zu einem späteren Zeitpunkt soziokratisch gesehen, sagt man dem gemessen oder evaluiert oder überprüft.
00:33:02: Dadurch verhindert man dass Entscheidende gefehlt werden die dann irgendwie insunendlich ergültig sind und irgendwann niemand mehr richtig weiß was es damals war.
00:33:15: Und man kann auch nachschärfen, denn wir alle wissen nicht was unser Entscheid heute am Morgen bewirken wird.
00:33:22: Weil wenn ich nach vorne schaue können.
00:33:23: Also nicht genügend Wissen was alles auf uns zukommt und sagen wir jederzeit die Möglichkeit das wieder zu justieren.
00:33:31: Wenn mal entschieden ist, Beispiel im Jahresprogramm steht drin Wir organisieren weiter in einem Sporttag, weil wir das was wichtig erachten.
00:33:40: Diese Person ist zuständig dann ist diese Person zuständig und wir anderen müssen da gar nicht mehr mitdenken, weil die Person zuständig ist und wir später ja dann schauen wie es ist gegangen?
00:33:50: Was müssen wir zum nächsten Mal
00:33:51: korrigieren?".
00:33:52: Und dort ist die große Entlastung!
00:33:54: Ich darf und ich soll und ich kann nachher loslassen, weil es versorgt ist bei einer Personengruppe Und es braucht letztlich nicht mehr Zeit.
00:34:04: Die Entscheidungsfindung, die braucht Zeit.
00:34:06: dafür ist sie gründlich vertieft weil alle ihre Bedenken einbringen konnten und der Erwin ist vor allem in der Umsetzung vielleicht noch etwas Wichtiges in der Soziokratie und das betrifft jetzt auch gerade die Frage der Entscheidungen.
00:34:23: wir haben uns Ganz stark immer wieder an Simon Sinek, am Weih orientiert.
00:34:30: Also wozu dient das?
00:34:32: Und jeder entscheidet.
00:34:34: Jeder entscheidet, orientiert sich an den Grundsätzen die wir als Schule definiert haben – an unsere Vision.
00:34:41: Das Weih ist maßgebend und ich glaube darin steckt auch einiges der Schwierigkeiten bei Umsetzung in Schulen wenn Partikularinteressen reinkommen und dass Weih nicht klar ist.
00:34:52: also wozu diskutieren wir dieses Thema.
00:34:55: Wozu soll die Lösung dienen?
00:34:58: Und wenn dort Widersteinde im Team da sind, kann man sich am wozu orientieren und dann auch wieder die Interessen richten Richtung für was machen wir das Ganze?
00:35:10: Das hilft den Holmen.
00:35:13: Da gleich zwei Impulse drauf.
00:35:15: vielleicht erst mal zu dem Sinn der Purpose-Division.
00:35:19: ja es wird immer unterschiedlich benannt je nachdem, welcher Denkrichtung mal unterwegs ist.
00:35:27: Ich empfehle dann immer sagen mal stellt ein leeren Stuhl mit rein in die Kreissitzungen einfach und dass wir sagen wir stellen uns vor dort sitzt unser Why unsere Revision unserer Purpose und es wird immer mal so sein das wir weg von dem großen Ganzen vielleicht wieder einen kleinen Anteil vom Ego kommen.
00:35:45: und wenn wir aber merken und da finde ich zum Beispiel Otto Schama ganz schön Auf welcher Ebene des Zuhörens sind wir gerade?
00:35:52: Sind wir eher im Downloading um Faktischen zuhören und geht es vielleicht... Ja, jede Ebene hat auch seine Berechtigung.
00:36:00: Aber es kann ja die Gefahr einer Debatte entstehen.
00:36:03: Und dann zu sagen Stopp!
00:36:05: So was ist wenn wir jetzt den Purpose fragen würden wie würde er die Entscheidung treffen?
00:36:09: also das gibt uns hier einfach nochmal so systemisch Gedanken mit rein und sozusagen weg von meinem Ego und meinen Bedürfnissen, die ja auch immer da sind.
00:36:20: Auch das zu akzeptieren.
00:36:22: Ich glaube diese Akzeptanz, sie sind da und gleichzeitig braucht es einfach nochmal eine mehr Perspektivität.
00:36:28: Wie können wir das hinbekommen?
00:36:30: Das ist einfach nur so als Impulso für die Zuhörerin.
00:36:32: Manchmal hilft es sozusagen da auch die Erinnerung sich Plastisch hinzustellen.
00:36:38: Und zum anderen du hast ihm gesagt – und das klingt auch ein bisschen damit zusammen jemand ist für den entscheid verantwortlich dafür verantwort ich dass das umgesetzt wird, dass es auch nachgehalten reflektiert wird.
00:36:51: so und nicht darf loslassen.
00:36:53: Und ich achte manchmal auch sehr stark auf Worte und würde sogar vielleicht noch ein bisschen mehr schärf und sagen Es muss auch los gelassen werden ja und ich glaube das ist also wenn wir sagen es ist halt nicht nur model sondern es eine Haltung.
00:37:08: dahinter sehe ich auch manchmal in der Herausforderung, auch im Learning von Schulleitung vom Geschäftsführer oder wie auch immer dies zu sagen Ich gebe da jetzt Verantwortung ab.
00:37:21: Und ich bin nicht die Person, die dann immer noch mal hinrennt und nachfragt Wie ist der Fortschritt?
00:37:26: Was hast du schon getan?
00:37:28: Sondern zu sagen Das ist deine Verantwortung weil wenn wir immer wieder sozusagen das Nachhalten ziehen wir die Verantwortung zu uns und das System lernt Ich darf gar nicht Verantwortung übernehmen.
00:37:41: Das ist auch ein ganz, ganz wichtiger Prozess wenn wir vom hierarchischen hin zu partizipativen Modellen kommen dass wir das lernen müssen zu sagen okay ich darf vielleicht fragen wie sicher bist du dir dass du das schaffst?
00:37:55: und brauchst du von meiner Seite noch Unterstützung aber nicht mehr zu fragen was hast Du schon alles getan?
00:37:59: Es
00:38:01: ist ein sehr zentraler Punkt egal ob man als Führung drin ist oder als Kreisleitung oder auch aus Mitglied im Team, das Loslassen können.
00:38:11: Weil die anderen Personen oder die Personengruppe die Verantwortung übernimmt für die Umsetzung.
00:38:17: Das ist anfangs die hohe Kunst und später die große Entlastung.
00:38:21: Und ich glaube es ist einer der Punkte, die entscheiden ob oder wie schnell eine Einführung von Soziokratie gelingen kann.
00:38:33: Je besser man loslassen kann umso einfacher wird es auch sozokratische Entscheidungen mitzutragen und mitzugehen.
00:38:42: Das ist das, was ich am Anfang gesagt habe.
00:38:45: bei der Einführung Soziokratie bei uns – die große Entlastung war wir als Schulleitung müssen nicht… Dauernd selber entscheiden und kontrollieren und nachschärfen, sondern wir konnten das übergeben.
00:39:00: Wir konnten es weiter geben und die Verantwortung wurde von anderen wahrgenommen und das Controlling fällt weitgehend weg.
00:39:09: Natürlich haben wir unsere Augen und Ohren offen aber nicht im Sinn von Controlling, sondern im Sinne von da sein wenn irgendwo Unterstützung Hilfe doch nötig wird das offene Ohr dafür zu haben mal offen nachzufragen, wie geht es dir?
00:39:25: Damit diejenigen, die vielleicht nicht so schnell sich ausdrücken können oder das nicht genügend schnell auch formulieren können, nicht untergehen in der Umsetzung.
00:39:33: Aber es hat nichts mehr mit dem Kontrollierende zu tun.
00:39:37: und das zweite, die Haltung – das ist wahrscheinlich auch einer der Triggerpunkte – die jenigen Personen im System drin, in der Soziokratie drinnen, die mit dieser Form nichts anfangen können werden zum Sand im Getriebe Und wir müssen uns davon entfernen, dass jeder und jede im System sind unbedingt mitgenommen werden muss.
00:40:02: Wir haben es dann umgekehrt, wir haben gesagt unsere Schule ist so organisiert in unserer Schule gelten die Grundsätze und wenn du mit dem Einverstanden bist und da mitgehen kannst und mitgehen willst, dann bist du herzlich eingeladen mit uns zu gehen So ein bisschen nach dem Motto, wir spielen Jazz.
00:40:26: Du spielst Rockmusik.
00:40:28: wenn wir eine gute Mischung finden und du auch mit uns Jazz spielen willst dann ist es gut.
00:40:33: Und sonst gibt es sicher irgendwo eine Band oder eine andere Schule die deine Musik spielt.
00:40:39: Mit dieser Haltung, die innere Haltung das muss man nicht immer aussprechen aber die Innere Haltung war sehr entscheidend auch dass sich das Team sicher ein bisschen verändert hat aber letztlich von allen durchwächstgetragen wurde.
00:40:50: Und als wir von einem Jahr, also nicht wie beide Schulleitenden die Schule losgelassen haben in der wir das aufgebaut haben war ein großes Bedauern.
00:41:00: ach je geht und ja jetzt wie geht es dann weiter?
00:41:05: aber die Soziokratie lassen wir nicht los und das war eigentlich für uns der große Wunsch, das grosse Anliegen eine Schule so aufgestellt werden und aufgestellt sein dass sie nicht abhängig von einzelnen Personen sondern also in einer Struktur eine Organisationsform haben die hält auch wenn die Personen darin wechseln.
00:41:26: Und ich glaube mit der Soziokratie kann man da eine solche Organisation bilden.
00:41:32: Jetzt hast du natürlich schon einen ganz ganz wichtigen Punkt gesagt was es für Menschen da nicht mitgehen wollen.
00:41:39: ja weil passiert sowohl in Schulen als auch im Unternehmen.
00:41:44: Und ich sage immer, wenn wir versuchen für alle ein Kompromiss zu finden ist keiner mehr zufrieden und wir müssen eher zum Magneten werden und uns ganz klar positionieren – ja?
00:41:56: Wir spielen Jazz!
00:41:58: Weil wir dann die richtigen Leute anziehen die anderen gegebenenfalls auch abstoßen, obwohl das jetzt so sehr dramatisch klingt.
00:42:05: Was ich einfach so aus dem Schulkontext weiß was auch dort Bedenken sind und ich weiß nicht wie es da in der Schweiz geregelt ist ja aber Ich kann ja nicht einfach menschlos werden an meiner Schwule.
00:42:18: Also wie seid ihr da vielleicht mit Personen umgegangen, die gesagt haben?
00:42:25: glücklich werden.
00:42:26: Ja, ich finde immer es ist ja auch gar nicht so... Ich sage mal wir müssen eigentlich für jeden Person den Arbeitsort finden wo sie wirksam werden kann und es gibt zum Glück ja verschiedene Systeme.
00:42:35: aber wie habt ihr da Lösungen gefunden?
00:42:41: Es war bei uns vielmehr so dass diejenigen Lehrpersonen für die es dann nicht mehr das Stimmige war, nicht mehr was sie mittragen wollten die haben sich von sich aus neu orientiert.
00:42:55: Und das ist vielleicht im Moment das Glück in der Schweiz, dass man ohnehin eine sehr einfache neue Stelle finden konnte und darum auch einfacher war.
00:43:08: Etwas schwieriger war es bei Lehrpersonen, die in der Schule bleiben wollten, sich nicht direkt hinter die Sozakate stellten aber sie gar nicht so richtig gemerkt haben weil sie in ihrem alten Loop drin waren.
00:43:22: Ich um meine Klasse, das ist mein Zimmer und komme mir nicht zu nahe.
00:43:28: Und dort half uns sehr der Dialog immer wieder – das Gespräch!
00:43:33: Ob bist du?
00:43:34: Was brauchst Du?
00:43:35: Was könnte Dich unterstützen in diesem Prozess?
00:43:38: Wer ist in Deiner Umgebung auch da sehr offen zu sein mit den Menschen und sich nach Ihren Bedürfnissen zu fragen?
00:43:47: Denn hinter Hinter dem ich um eine Klasse und komme nicht zu Neusten, steckt oft auch ein Bedürfnis.
00:43:53: Und wenn Sie mal entdecken, dass man gar nicht alleine tragen muss, dass wir das miteinander tragen können, entscheide aber auch die Prozesse danach sei es in der Klasse, sei es im Team.
00:44:02: Wenn sie das mal enttecken beginnen sich zu öffnen für Neues und Verspannendes.
00:44:07: Ich glaube da hilft schon der Dialog und das errauchte ich auch aus einer der wesentlichen weiteren Aufgaben als Schulleitung im Gespräch bleiben vor allem nicht schon zu wissen, was richtig ist sondern neugierig zu sein und zu bleiben.
00:44:22: Was verrät mir das Gegenüber?
00:44:24: Dass ich vielleicht noch gar nicht weiß und dass noch spannend sein könnte oder hilfreich sein könnte.
00:44:30: Ich sage immer in so einem Prozess Entführung im Transformation helfen uns immer drei B's.
00:44:35: Ich sag erstmal die Bereitschaft will ich das mitgehen und sich abzuholen und sonst gucken gehen.
00:44:42: Sonst müssen wir andere Wege finden sodass alle irgendwie glücklich werden.
00:44:47: Und das heißt nicht, dass wir unser System nicht verändern sondern dass wir gucken wo passt es besser?
00:44:52: Es braucht die Befähigung.
00:44:54: wie können wir konsent... Du hast ja auch gesagt ihr hattet erst mal so zwei Tage auch einen Workshop dazu und auch diese Bewusstheit nämlich genau dieses wahrzunehmen was ist gerade Nicht im Wie soll es sein oder wie war sondern wie ist im Moment?
00:45:12: Wo stehen wir grade?
00:45:15: Ja, unsere Beziehung wie welche Themen kommen da noch hoch?
00:45:19: Weil ich sage jede Transformationsprozess fördert ja auch Themen hoch die uns vorher noch nicht bewusst waren.
00:45:26: Wenn du hast gesagt ihr habt das zwei tausend neunzehn eingeführt so jetzt heißt ab dir die Schule verlassen.
00:45:33: wenn sie auf diesen Prozess zurückblickst Was waren so drei Learnings, die du vielleicht auch anderen noch mitgeben könntest?
00:45:41: Die sagen, ich bin jetzt so inspiriert.
00:45:42: Ich möchte das auch machen.
00:45:44: So welche drei Learnings würdest du sagen, die gebe ich euch schon mal damit ihr sie vielleicht auch machen könnt.
00:45:49: aber wusst seid dass er sie macht?
00:45:50: weil ich sage manchmal eigene Erfahrungen zusammen ist auch gut auch dem Fehler vielleicht nochmal zu machen.
00:45:54: Aber was wären so drei Sachen wo du sagst Das war eine sehr wichtige learning für mich.
00:46:02: Ich glaube das erste learning ist Gleich Vollgas in die Soziokatie reinzustürmen und das durchzuziehen, braucht viel Energie.
00:46:13: Auch als Führung.
00:46:14: Denn in dieser Zeit standhaft zu bleiben am System rütteln wir nicht.
00:46:18: Wir können soziokratisch alles bestimmen aber das System selber, das kippen wir nicht wieder.
00:46:24: Das war für uns ein großes Stimmen, ein großes Halten auch immer wieder gegen Widerstände, gegen das System weil Lehrpersonen lange Zeit ja auch sehr autonom unterwegs waren, da plötzlich in einem System eingebunden war und sich eingebundet fühlten.
00:46:43: Ich glaube ich würde heute etwas sorgsamer einführen.
00:46:48: In Bereichen beginnen wir gut überlegen, in welchen Bereichen oder gibt es verschiedene Zugänge?
00:46:52: Ich würde nicht behaupten das oder dass wäre einfach... Also sorgsamereinführung, Das zweite Learning ist, das war bei uns ein bisschen ein Zufall.
00:47:09: Würde ich heute unbedingt mitnehmen.
00:47:13: wenn die Haltung nicht stimmt dann schaffen wir die Einführung der Soziokratie nicht und die Haltung muss sein wie alle wollen miteinander partizipativ ein gutes Lernen hinbringen.
00:47:24: Ein gutes Lerner durch alle Ebenen hindurch, das geht um die Schülerinnen und Schüler, es geht aber auch um die Eltern, sie sind auch ein Teil der Schule.
00:47:33: Das ist ein wichtiger Teil der Schulen, die sind mitbeteiligt an der Schule, darum herum natürlich auch die Schulbehörden
00:47:42: usw.,
00:47:42: wir sind ein System.
00:47:44: Und ich glaube, die Haltung zu entwickeln und die Haltung auch zu stärken gehen miteinander, wir tragen miteinander.
00:47:52: Wir können auch Verantwortung – man kann sie nicht teilen, aber miteinander tragen.
00:47:57: Das finde ich absolut wichtig und der HALF uns der lösungsorientierte Ansatz bereits in diese Richtung führte in die neue Artilität.
00:48:05: HALf er uns um die Soziokratie stabiler zu machen?
00:48:09: Die Soziografie ist ja nur die Struktur und die Haltungsfragen stecken in den anderen Themen drin.
00:48:15: Das werde ich unbedingt eben fast ganz festhalten.
00:48:19: Der zweite Punkt und der dritte Punkt, ich glaube es klingt dann wenn ich einfach neugierig bleibe.
00:48:28: Egal was kommt, es gibt so viel Spannendes rund um Schule das sich von anderen lernen kann dass ich mitnehme, dass ich mich einfließen lasse also diese Offenheit für Neues zu bewahren und sie vor allem auch zu entwachen im Team.
00:48:46: Vielleicht noch ein vierter Punkt?
00:48:48: Obwohl es drei waren die Deimplementierung.
00:48:52: Wir müssen lernen, die Schule nicht mit noch mehr zu belasten sondern die alten Zöpfe, diejenigen Dinge, die sich nicht an einem Weihe oder einen Sinn orientieren loszulassen und wegzutun.
00:49:07: Ein Anlass den wir über Jahre hinweg durchführten aber der Nicht hält, der nur immer wieder Arbeit generierte, den braucht es nicht mehr.
00:49:17: Und diesen Mut zu haben zu sagen, hey das ist mir einfach weg.
00:49:21: Das ist vermutlich enorm entlastend und trägt auch so einem viel besseren Wohlbefinden bei ihm im Team, im ganzen System
00:49:33: drinnen.".
00:49:34: Und das hat man sehr, sehr wichtiger am Pultz.
00:49:36: ich sage vielleicht sollten wir meine Konferenz nur mit der Frage gestalten was sollten wir nicht mehr tun anstatt mit der frage was können wir noch tun?
00:49:45: weil wir so viele Altenlasten manchmal haben.
00:49:48: Ich habe eine Schule mal gehabt, die hatten vierzig Arbeitsgruppe und wenn man das alleine nur sieht schlägt er es ein.
00:49:55: davon waren vielleicht noch zehn aktiv aber das Signal was gesendet wird wenn ich vierzig sehe ist erst einmal das schaffen alles nicht und dann einfach zu sagen welche Arbeitsgruppes brauchen wir wirklich Dann haben wir zehn.
00:50:09: Und wie können wir eigentlich da unsere Ressourcen verteilen?
00:50:12: Welche von den zehn sind vielleicht diese drei Priorarbeitsgruppen?
00:50:16: Ich glaube, das dürfen wir uns öfter fragen.
00:50:19: Ein Frühjahrsputz, dem wir auch zu Hause machen, dürfen wir auch mal in der Organisation machen.
00:50:24: Unbedingt!
00:50:25: Das trägt wesentlich zum Wohlbefinden aller Beine.
00:50:29: Ich gucke schon so ein bisschen auf die Zeit.
00:50:32: Wir haben jetzt ein bisschen reingeguckt, wie bist du dazu gekommen?
00:50:35: Wie habtest du umgesetzt und was waren deine Learnings?
00:50:39: Gibt es etwas, das wir noch nicht angesprochen haben?
00:50:41: oder was sagst du?
00:50:42: Das wäre jetzt schon nochmal zentral, dass wir dem Punkt noch beleuchten.
00:50:48: Vielleicht ... Was ist überhaupt Soziokratie?
00:50:53: Soziakatie baut einfach vier Basisprinzipien, die jetzt auszubereiten würde wieder um eine Stunde füllen, aber ich glaube es ist wichtig dass man sich mit diesen Basispinzipien auseinandersetzt.
00:51:07: Da findet man im Internet eine ganze Menge an Informationen.
00:51:10: Die vier Basispincipen sind sehr einfach die Umsetzung ist nicht leicht und ich glaube das ist die große Herausforderung sich an diesem Basispinizipen zu halten diese auch konsequent einzusetzen und umzusetzen und dort auch die Energie reinstecken, damit das gut hält.
00:51:29: Und was wir gemacht haben – es hat sich sehr bewährt!
00:51:32: Wir haben interne Trainerinnen ausgebildet über den Soziokadietzentrum, die sorgen immer wieder dafür dass die Basisprinzipien eingehalten werden, dass das System sich nicht plötzlich auflöst.
00:51:44: intern weil man denkt da kann ich ein bisschen abkürzen, dort könnte ich doch rechts vorbei gehen.
00:51:50: Das ist zwar ein internes Qualitätsmanagement damit die Soziokatie ausgerüst auch weiter instützen kann.
00:52:00: Und das bewirkt, dass man die Menschen austauschen kann und es trotzdem in dem was man als Schwerpunkt aufgebaut hat weitergehen kann.
00:52:12: Das finde ich sehr wesentlich.
00:52:15: Ich finde ist es auch noch mal ein wichtiger Punkt auch zu sagen ja wenn da auf einmal Abkürzung entstehen auch da wieder Bedürfnis hat nichts damit zu tun weil man Modell umschiffen möchte, sondern es vielleicht auch immer wieder so eine Gemeinde braucht.
00:52:31: Weshalb machen wir das?
00:52:34: Was ist der große Ganze dahinter?
00:52:37: Ich kann mich aber noch erinnern als ich im Schuhbuchverlag noch gearbeitet habe.
00:52:40: Ich bin ja kein Strukturmensch und ich hab's immer gehasst wenn ich die Ordnerstrukturen den Ordnernamen vorgeschrieben bekommen habe.
00:52:48: Und gleichzeitig Wenn wir halt irgendwie so ein Jahr, zwei Jahre darin arbeiten, fragen wir uns irgendwann wozu machen wird das eigentlich.
00:52:56: Ich kann es auch anders machen und dann immer wieder diese Änderung zu bekommen.
00:52:59: Dahinter hängen zehn Bundesländer und fünf verschiedene Redakteure die parallel arbeiten und jeder muss sich in jedem System auskehren.
00:53:07: Und dieses immer wieder glaube ich auch.
00:53:10: was ist unsere Vision?
00:53:12: Ja, weil wir nehmen immer an wenn wir sie einmal gesagt haben wissen das alle.
00:53:15: Aber wir haben Fluktuation Sie entwickelt sich vielleicht weiter ist verwässert und dass immer wieder auch das zum Thema zu machen nicht einfach vorauszusetzen.
00:53:23: Einmal gesagt hält für die Ewigkeit sondern es immer wieder ins Gespräch zu bringen.
00:53:29: Ja, und vielleicht noch ein Punkt, der mir gerade noch in den Sinn kommt.
00:53:32: Die Kreisversammlungen, die dehnen sich – das braucht Zeit um die Meinungen zu bilden, um den Konsent hinzubringen.
00:53:41: Das Spannende daran war wir haben die Kreis- versammlung im Allgemeinenkreis jeweils abends um vier lang gesetzt und zweieinhalb Stunden nachdem bereits einen Arbeitstag hinter uns war.
00:53:52: Im Kreis waren unter anderem auch zwei Adahess Menschen drin.
00:53:59: Jetzt wird es dann ein bisschen schwierig, wenn das so lange geht und so weiter.
00:54:03: Das Ritalin liest nach ab vier Uhr in den Nachmittag.
00:54:07: Sie kamen in die Phase des Hyperaktiven rein.
00:54:13: Spannend daran war dass diese beiden Frauen beide Unisono sagen konnten Ich habe die zweieinhalb Stunden so erlebt, dass ich jetzt mehr Energie habe als vorher.
00:54:26: Und sie waren hochfokussiert zweiundhalb Stunden dabei.
00:54:30: Ich glaube das sagt ein bisschen etwas aus über die Dynamik und das mitgehen Denn wenn man im Flow ist dann funktioniert es und in der Kreisversammlung kommen wir in diesem Flow Das geht mit uns mit und am Schluss gibt es oft mehr Energie.
00:54:45: also wie vorher gespielt haben oder gemeint haben, dass wir noch Energie hätten.
00:54:50: Das waren immer wieder so Highlights.
00:54:52: Es bringt viel auch für mich selber und ich bin nachher wieder so voller
00:54:56: Energie.".
00:54:57: Und ich finde das ist ja immer ein sehr guter Indikator dafür ob uns die Arbeit stärkt oder schwächt.
00:55:03: Ja es geht nicht darum wieviel Arbeitszeit wir verbringen.
00:55:07: zwei Stunden anstrengend, langwierig und ja energiezehrend sind können schlimmer sein als vier stunden wo wir in den flow kommen um wirklich wirksam sind.
00:55:18: und ich glaube da immer mal wieder so zu fragen wie es gerade das wirksamkeitserleben und die energie die ich habe.
00:55:27: Das kann uns ganz gut auch eine richtung geben.
00:55:30: sind wir auf einem richtigen weg wie wir zusammenarbeit gestalten?
00:55:36: Lieber Leander, vielen lieben Dank für die Impulse.
00:55:39: Ich würde gerne so ein bisschen zur Essenz mit dir noch in unsere Check-Out-Sätze gehen und zwar zum starken ich, zum starkem Team unserer starken Gesellschaft.
00:55:49: Und wir starten mit dem starken Ich.
00:55:52: Verantwortung zu teilen stärkt mich weil...
00:55:58: Ich dadurch Nach wie vor meine Verantwortung wahrnehmen kann, mich aber nicht mehr allein fühle im Tragen der Verantwortung für gerade in der heutigen Zeit sehr herausfordernde Situationen im Schulalltag.
00:56:12: Denn wir haben schwierige Ausgangslagen und Kinder, die sehr gefordert sind – Eltern, die gefordert sind.
00:56:18: Und da kann ich nicht mehr alleine
00:56:19: dastehen.".
00:56:22: Zum starken Team gemeinsam Entscheidungen zu treffen stärkt Teamsweil!
00:56:29: Alle mittragen.
00:56:30: So zu gratisch gesehen können alle Konsentgeben, das heißt alle sind dabei und alle tragen eine Entscheidung mit.
00:56:39: Und jetzt zur starken Gesellschaft!
00:56:41: Wir brauchen mehr Partizipationbeteiligung in der Gesellschaft weil
00:56:50: uns die Weltlage, dass gerade vor Augen führt was geschieht wenn die Partizhipation nicht vorhanden ist.
00:56:57: Ich glaube, dort wo Menschen mittragen können entstehen wertvollere Wege die uns lässt sich stärken.
00:57:05: Wir sehen das ein bisschen an der Demokratie.
00:57:07: Das ist im Moment im Raum.
00:57:10: Wie funktioniert Demokratie heute?
00:57:12: In der Demokratienabstimmung gibt es Gewinner und Verlierer oft Also wenn es nicht einstimmig ist Und Soziokratie trägt dazu bei Lösungen zu suchen und zu finden, die von allen getragen werden können.
00:57:24: Ich glaube es ist sehr wichtig und wird immer wichtiger.
00:57:29: Und ich glaube das gibt uns dann auch viel mehr Kraft gemeinsam zu gestalten.
00:57:34: Ja, aber denke ich auch.
00:57:35: Vielen vielen lieben Dank für deine Impulse!
00:57:37: Für alle, die noch mehr wissen wollen.
00:57:39: Ich verlinke deinen Link im Profil auf jeden Fall in den Show-Notes.
00:57:43: also vernetzt euch gerne mit Leander.
00:57:46: So wie ich dich kennengelernt habe, freust du dich über Austausch und teilst auch dein Wissen gerne.
00:57:51: Und ich wünsche dir jetzt einfach mit deinem ganzen Wirken noch weiterhin viel Erfolg und vor allem Wirksamkeit!
00:57:57: Herzlichen Dank dir!
00:57:58: Sehr geehrte Geschehen!
00:58:03: Ich hoffe dass du wieder einige Impulse für dich mitnehmen konntest und vielleicht hast du beim Zuhören gemerkt das neue Form von Führung nicht einfach nur neue Methoden bedeutet sondern oft ein völlig anderes Verständnis von Verantwortung Beteiligung und Zusammenarbeit brauchen.
00:58:20: Und genau diese Fragen beschäftigen viele Führungskräfte, nämlich wie schaffen wir Räume in denen Menschen Verantwortung übernehmen?
00:58:28: Wie gestalten wir Zusammenarbeit bewusster und wie führen wir in komplexen Zeiten ohne wieder ein alte Kontrollmuster zurückzufallen?
00:58:37: Genau dafür ist auch mein Liederschepprogramm Zusammenwachsen entstanden!
00:58:42: Ein achtmonatiger Entwicklungsraum für angehende und aktive Führungskräfte aus Wirtschaft Bildung und Verwaltung, die ihre Führung bewusster und wirksamer gestalten möchten.
00:58:53: Der nächste Durchgang startet im Oktober in München
00:58:56: um.
00:58:56: bis zum fünften Juli gilt der Early Bird Preis.
00:59:00: Das heißt wenn du gerade spürst dass du dich in deiner Führungsrolle weiterentwickeln möchtest und dir dafür einen echten Entwicklungsraum wünscht dann findest du alle Informationen zu dem Programm In den Show-Notes.
00:59:15: Dort findest du auch einen Link für ein unverbindliches Kennlerngespräch und vielleicht hören wir uns dann schon in die nächsten Tagen!
00:59:23: Und noch eine eigene Sache, wenn dir die Folge gefallen hat freue ich mich wie immer über deine Bewertung oder ja das Teil dieser Folge so dass diese Impulse noch mehr Menschen erreichen und damit wünsche ich dir jetzt eine gute Woche.
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