#121 Schule neu denken - ein Gespräch mit Nicole Bordelais und Jörg Heinrichs
Shownotes
Jörg Heinrichs habe ich im August bei den Weimarer Gesprächen kennengelernt. Als ich ihn fragte, ob er in meinen Podcast kommt, war seine Antwort: ja, aber nur zu zweit - denn Schule entsteht nicht allein, sondern immer aus der Kraft des Teams. Deshalb sitze ich heute mit ihm und mit Nicole Bordelais zusammen, die die Anne Frank Gesamtschule in Duisburg gemeinsam leiten. Wir sprechen darüber, was zwischen der großen Idee und dem Montagmorgen passiert: über den Weg von der Lehrkraft zum Lernbegleiter, über die Kontrolle, die man dabei scheinbar verliert, und darüber, wie die beiden Verantwortung wirklich teilen. Diese Folge ist nicht nur für Schulleitungen spannend - wie wir Menschen mitnehmen und ein System gestalten, in dem alle mitgestalten können, ist überall dieselbe Frage.
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00:00:06: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast Leadership To Go.
00:00:10: Der Podcast für alle Führungskräfte, Verantwortungsträgerinnen und HA-verantwortliche aus Unternehmen und Schulen die arbeiten und führen hinter Fragen und neu denken wollen!
00:00:22: Ich bin Romi Möller und hier im Podcast teile ich mit dir Impulse & Tools zu dem Team New Work und Leadership – Für ein starkes Ich, für ein starkives Team und für eine starke Gesellschaft.
00:00:38: Und jetzt geht es auch schon los mit der heutigen Folge.
00:00:41: Ich habe mal wieder Gäste hier im Podcast und heute sogar zwei, und zwar Jörg Kainrys und Nicole Baudelet!
00:00:49: Die beiden leiten gemeinsam die Anne-Franck Gesamtschule in Duisburg.
00:00:54: Jörg habe ich bereits persönlich im August kennenlernen dürfen und zwar bei den Weimarer Gesprächen.
00:01:00: Und seine Arbeit, seine Haltung und sein Blick auf Schule haben mich sofort inspiriert so dass ich ihn direkt gefragt hab, Jörr kommst du in meinen Podcast!
00:01:08: Und seine Antwort war da sehr klar, ja aber nur zu zweit.
00:01:12: Denn Schule entsteht nicht allein sondern immer aus der Kraft des Teams.
00:01:16: und genau deshalb sitzen wir heute hier zutritt und wir sprechen darüber wie eine Vision von Schule Wirklichkeit wird und über die Erfahrung und Learnings der beiden aus der Schulgründung – über das was in den letzten Jahren passiert ist um wie ihre Schule heute aussieht!
00:01:33: Und eins ist mir in dieser Stelle besonders wichtig.
00:01:36: Diese Folge ist nicht nur für Schulleitung und Lehrkräfte spannend, sondern genauso für Führungskräfte und Verantwortungsträgerinnen aus der Wirtschaft.
00:01:45: Dem wie wir Menschen mitnehmen und ein System gestalten, in dem alle gestärkt arbeiten um mitgestalten können – das ist egal vom Kontext unabhängig.
00:01:55: eine entscheidende Frage!
00:01:57: Damit wünsche ich dir jetzt ganz viel Spaß beim Zuhören der Episode Nr.
00:02:00: Herzlich willkommen zur neuen Leadership to Go Podcast Folge.
00:02:09: Ich habe eben schon angekündigt, dass ich heute zwei wundervolle Gäste hab und zwar Nicole und Jörg.
00:02:14: Herzlich Willkommen ihr beiden!
00:02:16: Schön, dass Sie da sind.
00:02:18: Ich hab euch ja auch verraten das wir jetzt erstes mit einer Check-in Frage starten und zwar ist meine Frage an euch worauf bist du in den letzten sieben Tagen besonders stolz?
00:02:32: Also ich habe in den letzten sieben Tagen, das ist der Job von einem Schulleiter, etliche Unterrichtsbesuche machen müssen.
00:02:40: Nicht weil ich Lust habe die Kollegen zu besuchen und zu kontrollieren, sondern weil es halt noch mal dazugehört.
00:02:49: Und ich hab da eine Art von Unterricht gesehen, die ich als Schüler selbst nicht erfahren durfte.
00:02:55: Wir haben mit dem Kollegen erst heute wieder darüber gesprochen.
00:02:58: Das war einfach, wir nennen es hier Golden Moment.
00:03:01: So steigen wir in unsere Team-Sitzungen ein.
00:03:03: Es ist einfach schön zu sehen wie Lehrkräfte heute ihre Aufgabe oder ihren Beruf anders interpretieren nämlich als Lernbegleiter.
00:03:11: Dazu kann Nicole natürlich gleich vielleicht etwas sagen und sie sehen wie die erst auf Beziehung zu den Kindern bauen um dann den Kindern was beibringen zu können.
00:03:22: das war eine tolle Geschichte Nicole.
00:03:26: Ich war sehr stolz auf unser Eröffnungsfest.
00:03:29: Wir haben ja vor Kurzem, also letzte Woche unsere Eröffnung festgefeiert, unser großes und das ist ein grob gerechnet sieben Tage, aber die Nachwirkungen lassen sich natürlich noch spüren dass die Kinder und auch die Kolleginnen und Kollegen einfach gesehen haben okay jetzt steht dieses riesen Ding wirklich was wir Boreau für lange gewartet haben zwei Jahre lang im Übergangsgebäude mit allen Ideen wie das jetzt irgendwie aussehen könnte.
00:03:54: Und dann haben wir ein großes Fest gefeiert und das hat man auch noch in den Tagen später gesehen.
00:03:58: Also, dass Kinder begeistert waren von den Videos und von den Fotos die entstanden sind.
00:04:02: Die Pflanzen, die wir geschenkt bekommen haben stehen überall rum... Und
00:04:05: einige Kollegen hatten einen Kater am liebsten.
00:04:09: Genau!
00:04:09: Das war sehr schön.
00:04:10: also einfach so wie die Nachwirkungen zu sehen und jetzt zu sehen okay jetzt sind wir wirklich im neuen Gebäude angekommen und jetzt geht es wirklich los.
00:04:18: Genau deshalb habe ich mir die Frage auch rausgesucht, weil ich dachte okay war einer Schulgründung und vor allem bei einem Umzug.
00:04:25: Da gibt es wahrscheinlich ganz viele Momente auf die man stolz sein kann und wir werden ja gleich im Gespräch noch mal näher darauf eingehen.
00:04:32: wie versteht ihr eigentlich lernen?
00:04:33: Jörg du hast das eben schon gesagt so Die Lehrkraft ist ein Lärmbegleiter.
00:04:37: Ihr habt ja auch ein anderes Konzept oder Verständnishaltung wie Lernen gestaltet werden kann und natürlich spielt auch der Raum eine Rolle.
00:04:46: Und ihr dürftet ja jetzt dieses Schuljahr sozusagen in euren Neubau ziehen, darüber würde ich auch gerne mich austauschen.
00:04:52: Bevor wir das aber machen vielleicht nochmal so zwei drei Sätze zu euch einzeln.
00:04:56: wer seid?
00:04:57: Ihr eigentlich damit die Zuhörerinnen wissen, wem hören sie hier eigentlich geradezu
00:05:02: was?
00:05:02: Sie haben schon überstellt Nicole, wer bist du?
00:05:07: Wenn ja wie viele Ja, wenn ja wie viel ist eigentlich ein ganz gutes Stichwort.
00:05:11: Also ich bin Nicole Baudelaire, ich bin Lehrkraft, ich Bin stellvertretend Schulleitung Ich bin didaktische Leitung.
00:05:19: Ich bin Francoviel und Interkulturell Ich bin ganz neugierig Und ich bin ziemlich willig Ganz schön viel zu wuppen.
00:05:35: also ich bin tatsächlich ich versuch ganz viel Und das in möglich schneller Zeit.
00:05:40: Das ist, glaube ich so... ...das was irgendwie mich charakterisiert.
00:05:43: Ich habe angefangen als ganz normale Lehrkraft aber an einer ganz inspirierenden Schule und von dem damaligen Schulleiter der vielleicht diesen Podcast hört Herzliche Grüße an Andreas Niesen.
00:05:54: Der hat mir ganz viel mitgegeben auch an Visionen für Schule und wie Schule sein könnte.
00:05:58: und das hab' ich jetzt über die ganzen letzten zwanzig Jahre immer weiter verfolgt.
00:06:03: Schule neu denken halt
00:06:05: Ja!
00:06:07: Ja, wer bin ich?
00:06:09: Ich bin ihr Sidekick.
00:06:13: Wir haben uns kennengelernt vor fast sieben Jahren in Brüssel.
00:06:17: Da bin ich als stellvertretender Schuladding gekommen.
00:06:19: Nicole war die didaktische Leitung dort.
00:06:21: Meine Aufgabe war, schulentwicklung dezidiert zu betreiben an der international deutschen Schule in brüssel Als stellvertriebene Schuladder.
00:06:29: das ist ungewöhnlich Die kombination.
00:06:31: wir haben schnell gemerkt Ticken ähnlich und haben angefangen, dort intensiv zusammenzuarbeiten.
00:06:37: Und haben uns dann irgendwann gesagt okay wir wollen das weitertreiben weil da waren Grenzen gesetzt.
00:06:44: Wir haben Ähnlichkeiten in unserer Biografie.
00:06:47: unsere Familie leben in Brüssel Weil die haben ja nicht mehr weggekriegt nachdem wir mit ihnen dahin gezogen sind und haben beide den Wunsch etwas zu verändern.
00:06:57: Für mich ist es so ich bin im Vergleich jetzt dir, Romy oder auch zu Nicole ein Steinzeitmann.
00:07:04: Ich bin vor langer Zeit in Bayern ausgebildet worden und man hört es vielleicht ein bisschen obwohl ich nachdem ist fallen geboren bin und komme also aus dieser ganz alten Art des Denkens und ich habe schon immer gemerkt das was ich tue als Gymnasiallehrer der ich eigentlich bin, das passt irgendwie mich!
00:07:19: Ich hatte nur keine Worte dafür, ich konnte nicht sagen was da nicht passt.
00:07:24: Und mit Nicole hat mir dann geholfen Worte zu finden und Konzepte zu finden von denen Dann gedacht habe, ja das könnte es sein.
00:07:34: Also haben wir dann den neuen Weg beschütten und die Schule hier gegründet und aufgebaut.
00:07:40: Und so hoffen wir dazu beitragen zu können dass es ein bisschen besser geht für die Kinder hauptsächlich um dieser geht.
00:07:50: Wir möchten für die kinder eben eine schule bauen die ihnen das mit gibt was sie brauchen um in der welt da draußen besser zu bestehende.
00:07:57: Die hat sich verändert also müssen wir uns auch verändern als Lehrer, Rinnen und Lehrer.
00:08:03: Verständung habe ich ihm auch beigebracht?
00:08:05: Ja!
00:08:08: Und ich würde da jetzt gleich gerne mal ein Begriff mit aufnehmen und zwar das Bild von Schule.
00:08:15: ja so sind ja mehrere Begriffe weil ich glaube und das habe ich ja auch meiner Ausbildung als Lehrkraft sozusagen erlebt und ich sage das immer wir kommen eigentlich an Schule als Lehrkraft zum ersten Tag und wir bringen schon ein sehr gefestigtes Bild von Schule mit, weil wir ja mindestens zwölf Jahre schon Schule erlebt haben.
00:08:36: Und damit ist er schon bisschen gesetzt wie sollte eigentlich Schule aussehen?
00:08:41: Wie funktioniert Unterricht, wie funktioniert Lärm?
00:08:45: Und es braucht dann irgendwie so einen Raum der aufmacht kann lernen.
00:08:50: vielleicht auch anders aussehen muss unterricht im forty Minuten Tag sein Dieses neue Bild von Schule muss erst mal existieren.
00:08:59: Ich fand es so schön, Nicole, als du jetzt gesagt hast ... Dein Schulleiter!
00:09:03: Damals hatte ich da inspiriert, welche Visionen noch möglich sind und deshalb würde ich gerne mal eintauchen.
00:09:10: Welches Bild von Schulen?
00:09:12: Und welche Vision habt ihr eigentlich an der Frank-Gesammenschule?
00:09:17: So wofür steht?
00:09:18: diese Schule?
00:09:19: und welche Vision wollt ihr damit verwirklichen, damit wer neben Schule ist in forty-fünf Minuten tagt und quasi im Klassenraum um Tür zu.
00:09:28: Und dort macht eine Lehrkraft was mit drei Schülern einfach ein anderes Bild setzen und ich will gar nicht damit sagen was es richtig oder falsch sondern aus welchen Bildern können wir eigentlich auswählen?
00:09:37: Deshalb ja was macht eure Schule aus und welches Bild wollt Ihr damit auch verfolgen?
00:09:43: Nicole!
00:09:44: Du hast Vision du musst aber nicht zum Arzt.
00:09:49: Wir hatten ja die große Chance, das muss man ja mal sagen.
00:09:51: Das ist eine once in a lifetime Chance, dass man sagen kann, Schule wirklich von Grund auf zu stellen und wir haben relativ schnell am Anfang in unserer Konzeptgruppe, die wir damals hatten also ein Jahr Vorlauf mit einem Jahr Vorlauf gesehen okay?
00:10:07: Wir haben alle eine ähnliche Vision von Schule was ja schonmal was tolles ist, dass das Gründungsteam irgendwie sich sehr schnell einig ist schon in der ersten Sitzung sich einig war, was wollen wir eigentlich?
00:10:17: Also und zwar klar es geht um Vielfalt.
00:10:20: Es geht um Verantwortung übernehmen, es geht Um Selbstständigkeit der Kinder.
00:10:25: Und dann haben wir das Ganze auf ja so fünf sechs Schlagworte gebracht die für uns aber dann eben nicht nur so pädagogische Keywords sind sondern die tatsächlich für uns etwas bedeuten.
00:10:36: also und zwar Klar Wir Wollen offen sein Für verschiedene Sprachen für verschiedene Kulturen für verschiedene Konzepte eben auch, also dass wir weiterhin agil bleiben so wie wir eben am Anfang auch angefangen haben zu arbeiten.
00:10:49: Wir haben gesagt, wir sind vernetzt, nicht nur digital vernetzt sondern auch in den Stadtteil vernetzt mit verschiedenen Institutionen vernetzt.
00:10:55: Also wir begreifen unsere Schule eben nicht nur als irgendwie abgehobenes Raumschiff, sondern auch wenn es vielleicht ein bisschen so aussieht momentan, sondern eben auch so als Ort wo Kinder gerne hinkommen.
00:11:10: Eine Schule soll eine Art Zuhause sein, also wir sind ein Zuhauser.
00:11:15: Weil viele Schülerinnen und Schüler das zu Hause nicht in derselben Form erfahren oder aus schwierigen Kontexten kommen so dass wir für sie auch ein zweites Zuhauses bieten können.
00:11:26: Wir sind in die Zukunft gerichtet haben gesagt Das ist auch ein wichtiger Punkt weil wir gesagt haben In Zeiten von Klimawandel, von Krieg, von Gefährdung der Demokratie müssen wir Konzepte finden die die Kinder befähigen eben sehr volatilen Welt klarzukommen.
00:11:42: Was haben wir sonst auch gesagt?
00:11:44: Wir sind außergewöhnlich, da waren wir ganz uneite und haben gesagt das was wir machen wollen ist schon so ziemlich der neueste heiße Scheiß weil wir ja eben von vorne rein starten können.
00:11:57: das heißt wir können wirklich mit allen modernen Konzepten der Pädagogik anfangen.
00:12:01: also wir können sagen wir gucken was gerade die aktuelle Studienlage Und wir schauen, dass wir das wirklich umsetzen können.
00:12:08: Das macht uns zumindest in der Schullandschaft von Duisburg aber ich bin da auch mal ganz selbstbewusst.
00:12:15: Ich behaupte auch in der Schullandschaft von NRW relativ außergewöhnlich.
00:12:18: und das waren so Schlagworte auf die wir uns ganz am Anfang schon geeinigt haben.
00:12:23: Die tragen uns durch den Schulalltag durch also die bieten dann eben ganz viele Möglichkeiten anknüpfungspunkte für Konzepte, für unser Sozialkonzept unsere Art der Unterrichtsgestaltung, weil wir immer darauf auf diese Schlagworte zurückkommen können.
00:12:41: Wie Nicole hat mich auch ein Mann geprägt, der mein Schulleiter war.
00:12:45: Das war der Rolf Behrenz in Baden-Württemberg und er hat nicht so ein tolles Konzept schon gehabt wie dein Schulleiter Andreas Nissen, den ich übrigens auch wirklich sehe.
00:12:59: Helios Schule in Köln ist eine unserer Referenzschulen.
00:13:02: Mein Schulleiter hat ein Gymnasium geleitet, aber der hat gesagt für mich ist die Prämisse.
00:13:08: Es muss für die Kinder da sein, es muss vom Kind aus gedacht werden und das habe ich mitgenommen.
00:13:14: dann wie gesagt hat Nicole die Konzepte gebracht und ich sehe in diesen Konzepten genau das wonach ich lange gesucht hab dass wir die Kinder vorbereiten auf eine Welt in die sich verändert hatten.
00:13:27: Wenn man sich anschaut, Wissen ist ubiquitär heutzutage.
00:13:31: Also Wissen findet man überall und zwar in guter Qualität wenn man weiß wo man es finden muss.
00:13:36: Das heißt die Aufgabe der Lehrkraft kann es nicht mehr sein wie früher Wissen aus einer Bibliothek herauszuziehen das auch zu bereiten und dann an die Kinder weiterzugehen weil das Wissen eben schwer erreichbar ist sondern wir müssen den Kindern eben beibringen wie sie umgehen mit diesem Prozess des Okay Suchens und Bewertungs von Quellen.
00:13:58: Das ist das Internet, das ist halt da, ne?
00:14:00: Das ist eine Ihre Datenbank.
00:14:02: Und dann brauchen die Kinder natürlich auch noch andere Kompetenzen, die sind ja von der Kultusministerkonferenz schon längst benannt worden welche Kompetensen die Kinder brauchen.
00:14:10: Die müssen kreativ Lösungen finden, intim arbeiten können, die müssen gut kommunizieren können.
00:14:16: Das es viel wichtiger als Dinge auswendig zu lernen weil jeder von uns hat ja Fahr gemacht dass wissen auch so eine halbwärtszeit hat Was die Latein-Vokabeln, die wir uns angepaukt haben oder Englischvokabeltie verschwinden relativ schnell wieder.
00:14:29: Es geht um die Anwendbarkeit von Dingen und das stößt natürlich auch in einem System, dass schon existiert auf Widerstand ganz klar.
00:14:40: Allerdings können sie dem ja nicht entziehen weil unsere Aufgabe ist ja die Kinder vorzubereiten für die Welt, die da schon existieren.
00:14:47: Das ist das, was meine Vision ist und die sehe ich eben erfüllt in dem, was Nicole gerade beschrieben hat.
00:14:54: Und den, was wir jetzt hier gestalten, dass wir die Kinder eben hier vorbereiten auf die Wälder draußen aber nicht indem sie ständig etwas auswendig lernen sondern indem sich Kompetenzen erwerben wie Sie brauchen.
00:15:07: Und resilient werden also auch so ein...
00:15:09: Ganz genau!
00:15:10: Also
00:15:11: gucken wie Sie in dieser Welt bestehen können, die eben eine sich ständig wandelnde ist?
00:15:15: Genau.
00:15:15: Und ganz besonders Wir setzen viel auf Beziehungsarbeit.
00:15:19: Ich kann einen Menschen nur unterrichten oder ihn anleiten, wenn ich eine Beziehung aufgebaut habe.
00:15:25: Das ist ja was, was Schulsysteme traditionell vor allem die Gymnasien sträflich vernachlässigen.
00:15:30: Also ich kann mit Fug und Recht sagen, ich kenne mich schon aus weil ich in bayerischer Gymnasialierer war ein Baden-Württembergische Gymnasialehrer im In und dem Ausland also... ...ich weiß wovon nicht reden.
00:15:41: Ihr könnt jetzt keine irgendwas erzählen über das Gymnasium.
00:15:45: Das Gymnasium leistet das halt traditionell, falls es einen anderen Auftrag hat.
00:15:50: Es hat den Auftrag eine akademische Elite heranzubilden.
00:15:54: So ist es halt einfach.
00:15:55: Es funktioniert aber natürlich heutzutage gar nicht mehr weil viele Gymnasien ja eigentlich eher eine Art Gesamtschule geworden sind.
00:16:03: Aber gar nicht die Mittel haben um den Kindern gerecht zu werden.
00:16:06: Eigentlich braucht die Gymnasie ihn brauchen Hilfe.
00:16:10: Ja und wir haben eben an Weg für uns identifiziert der viel der nicht der einzig gute Weg sein muss, aber es ist ein guter Weg.
00:16:18: Eine mögliche Antwort darauf auf die Fragen, die die Zeit halt stellt und dazu gehört dass die Kinder auch ein Zuhause finden.
00:16:28: Aladin Elma Falami hat gesagt das gibt zu wenig Räume glaube ich für die Kinder da draußen.
00:16:34: schulen müssen etliches Kompensieren und zwar nicht nur Zuhauses kompensiert sondern einen sozialen Raum den sie in der Familie oft nicht mehr finden oder Auch da draußen auf der Straße nicht mehr finden.
00:16:49: Und wir müssen ihnen auch die Gelegenheit geben, hier sich zu identifizieren.
00:16:52: Das heißt, die Kinder bringen ja oft verschiedene Kulturen und Sprachen mit wie wir übrigens auch.
00:16:58: Die müssen auch sichtbar gemacht werden.
00:16:59: also ganz wichtig diese Sichtbarmachung.
00:17:04: Ich würde es jetzt mal so zusammenfassen sozusagen Schule als ein Raum mit dem man sich identifiziert kann indem man sich sicher fühlen und willkommen führen kann und auch einen Raum oder ein Ort, der uns darauf vorbereitet selbstwirksam in der Zukunft sein zu können.
00:17:24: Und
00:17:25: ich würde sagen das ist sozusagen der Auftrag und ich arbeite ja mal ganz stark mit dem integrieren Modell in Organisationsentwicklung weil man sagt wir müssen diese vier Dimensionen anschauen und auch die habe ich jetzt bei euch so raus gehört dieses Wir-In.
00:17:39: also welche Kultur welche Werte?
00:17:41: Nicole?
00:17:41: du hast halt die Schlagworte Verantwortung übernehmen Auch Beteiligung, Vielfalt.
00:17:50: Du hast es auch noch mal gesagt so Jörg die Kulturen das ist für mich welche Kultur leben wir eigentlich?
00:17:56: Dann dass ich innen sozusagen welcher Haltung müssen wir leben dieses nicht mehr Wissensvermittler sein sondern Lärmbegleiter Coach.
00:18:06: Ja, also auch das Starmwandel braucht
00:18:08: so
00:18:09: dann welche Strukturen und Prozesse braucht es eigentlich dafür dass es möglich ist?
00:18:14: wie müssen vielleicht sich lernen Räume wirklich als Raum verändern?
00:18:17: So deshalb gehen wir auch gleich nochmal auf der Schulgebäude ein Und Nicole Wir haben ja schon kurz im Smart Talk vorne weg so dieses.
00:18:24: Das ist vielleicht auch leichter manchmal eine Schule neu zu gründen weil wir da Struktur und Prozess anders bewusst schon gestalten können und gleichzeitig auch so Welche Kompetenzen, welches Verhalten?
00:18:35: Was ist vielleicht im täglichen Doing auch wichtig und deshalb würde ich da gerne noch mal tiefer eintauchen.
00:18:43: Weil ich finde es immer wichtig, weil ich jetzt auch ein Organisation manchmal lebe.
00:18:47: Da ist so ein schöner Partizipationsprozess für welche Werte, für welche Führungspartilien wollen wir stehen?
00:18:52: dann ist das schön in so einem Leitbild vielleicht noch an die Wand gebracht und es verändert sich nichts.
00:18:58: Und gleichzeitig zu gucken wie können ... im täglichen Handeln erleben.
00:19:03: Und deshalb würde ich gerne da auch noch mal, wie kriegen wir jetzt diese Schlagworte?
00:19:08: Nicht dass sie so abstrakt bleiben, sondern wirklich im Konkreten!
00:19:11: Was ist das, was ihr anders im Lernen macht in der Zusammenarbeit im
00:19:16: Kollegium?!
00:19:17: Wo?
00:19:18: vielleicht können wir da... Also ich glaube, der Podcast, ich hatte schon gesagt, wir haben keine siebzig Minuten, weil ihr doppelt da seid.
00:19:25: Aber vielleicht haben wir so... Zeit mal in zwei, drei Beispiele einzutauchen.
00:19:29: Wie lebt ihr Verantwortung?
00:19:31: Wie leibt ihr Vielfalt sowohl im Kollegium als auch auf der Lernebene und mit den Schülerinnen?
00:19:39: Ich glaube wir sollten die Romy einmal durch so einen typischen Tag führen.
00:19:41: also vielleicht führen wir dich einfach mal in Gedanken durch so einem typischen Montag.
00:19:47: Der Montag ist deswegen ganz gut weil er beginnt mit unserer Schulversammlung.
00:19:52: Also wir haben Jeder Tag beginnt mit einem offenen und einem gemeinsamen Ankommen.
00:19:57: Im offenen Ankommen, das ist so wie Gleitzeit später im Büro können die Kinder langsam in ihrem eigenen Tempo und so ankommen, wie sie es eben brauchen.
00:20:06: Und dann um der Achtundreißig an einem Montagmorgen versammeln sich alle Schülerinnen und Schüler also wirklich alle Schülerin und Schüler.
00:20:13: Das sind momentan etwas mehr als Vierhundertfünfzig.
00:20:16: Versammeln Sie sich in der Aula und kriegen da einen ersten Überblick über die Woche.
00:20:24: Also, da gibt es erstmal einen Rückblick auf die letzte Woche.
00:20:27: Was haben wir alles irgendwie erlebt?
00:20:28: Zum Beispiel den Rückblick eben auf das Eröffnungsfest.
00:20:31: Vielleicht gibt's irgendwelche Preise zu verteilen.
00:20:33: Vielleicht gibts irgendwelchen Sachen, auf die wir stolz sind.
00:20:36: Es gibt also einen Rückblick auf die letzten Woche und es gibt einen Ausblick auf diese Woche, die vor uns liegt.
00:20:40: Also was steht an?
00:20:41: Gibt's irgendwellche Wahlen, die anstehen.
00:20:43: Gibt es irgendwelches Sachen, an die die Kinder denken müssen... In dieser Schulversammlung hat auch die SV ihren Platz!
00:20:49: Die SV hat also einen Teil der Schulversammlung, den sie mitgestaltet.
00:20:53: Das heißt, sie darf da eben sich auch äußern.
00:20:55: Ein großes Thema in der jetzigen Schulversammlung war das doch bitte die Lehrkräfte auch im zweiten Stock wo wir Pantoffeln tragen auch ihre Schuhe ausziehen müssen ansonsten wären Sie kein gutes Vorbild.
00:21:06: Warte mal ich unterbreche dich ganz kurz weil wir haben ja auch Zuhörerinnen aus der Wirtschaft die mit solchen Abkürzen mich immer sofort was anfangen können.
00:21:15: SV steht für
00:21:18: Das ist die Schülermitbestimmung.
00:21:20: So ist das Schülergremium, also die Schülerinnen und Schüler, die als Klassensprecherin und Klassendsprecher gewählt sind und ein eigenes Gremium bilden in einer Schule und die Schulangelegenheiten mitgestalten.
00:21:32: Weil mir ist es immer wichtig, weil ich sage wir können alle voneinander lernen und ich möchte dass Personen aus der Wirtschaft zuhören wenn ich mit Schulleitungen spreche anders herum und deshalb versuche ich immer wieder die Brücke zu bauen.
00:21:44: Und Selbstverständlichkeiten aufzudecken, weil wir so selbstverständlich sprechen.
00:21:51: Also nach dieser Schulversammlung gehen die Kinder dann in ihre jeweiligen Lärmcluster also vorbei an ihrer Base, an ihrer Homesone, an Ihrer Heimatzone wo sie ihre Schuhe ablegen können in der Garderobe, ihre Pantoffeln anziehen, ihre Sachen in ihrem Spind verstauen Räume gehen und in ihren Räumen finden sie dann einen eigenen Arbeitsplatz vor, den Sie ganz für sich gestalten können.
00:22:17: So wie wir vielleicht auch im Büro unseren jeweiligen Arbeitsplatz gestalten.
00:22:21: Da hängen die Fotos von der Oma und die von der Katze und vom Hund und der Stundenplanen, die Sie sich selber zusammengestellt haben.
00:22:29: Und Sie überlegen sich in diesem Moment schon Wie möchte ich eigentlich heute arbeiten?
00:22:34: Was möchte ich heute eigentlich
00:22:35: machen?".
00:22:37: In diesen Lernbürozeiten, die dann da anfangen.
00:22:39: überlegen Sie sich also möchte ich in Mathe, Deutsch oder Englisch arbeiten.
00:22:42: Wo steh' ich gerade?
00:22:43: Was muss ich heute erledigen?
00:22:46: Welches sind meine Ziele und diese Ziele?
00:22:47: notieren sie sich in Ihrem Logbuch ein ganz analoges Buch was Sie dabei haben und indem Sie die Ziele ihres Tages smart möglichst smart formulieren.
00:22:57: Und daran arbeiten Sie dann in den nächsten neunzig Minuten in mehr-oder weniger freigewälter Formationen das heißt Sie können in ihrem Klassenraum an Ihrem Einzelarbeitsplatz arbeiten.
00:23:08: Sie können Partner oder Gruppenarbeiten draußen auf dem Flur, in den Sitzlandschaften erledigen.
00:23:12: Sie kann wenn sie sich das entsprechend verdient haben auch auf die Fläche gehen und weiter weggehen und können da woanders arbeiten und dort ihre Sachen machen.
00:23:22: Und Sie arbeiten an dreifach differenzierten Material also auf verschiedenen Levels aufbereitet und in so sechs bis acht Wochen planen.
00:23:31: Nach neunzig Minuten mit der Pause zwischendurch mal abgeschlossen haben, dann gehen sie vielleicht weiter in eine Werkstatt und in der Werkstatte arbeiten Sie an Projekten.
00:23:39: An fächerübergreifenden Projekte so was wie... Der Mensch im Mittelpunkt, da lernen sie dann was irgendwie die Kunst der Renaissance mit der Geschichte zu tun hat oder beim kleinen Unterschied Was irgendwie Sexualkunde Mit geschlechtlicher Identität und Rollenvorstellung In einer Gesellschaft zu tun Hat.
00:23:56: Oder in Technik bauen sie Holzinstrumente, weil Musik und Technik ein ficherübergreifendes Projekt gestartet haben.
00:24:04: Und daraus kommen dann ganz tolle Leistungen die sie dann wiederum irgendwo vorführen vielleicht in einer weiteren Schulversammlung?
00:24:11: Dann können Sie vielleicht noch nachmittags in irgendeiner AG gehen, eine Waldpflicht AG gehen werden wir Lehrkräfte uns in unseren Teamsitzung zusammensetzen und da überlegen wie wir die Schule besser gestalten.
00:24:21: das machen wir auch einmal in der Woche.
00:24:23: Das ist so ne kurze Abriss durch unseren Tag.
00:24:28: Du siehst, du findest da die ganzen Elemente.
00:24:30: Das gemeinschaftliche Bodag-Morgensitz ist die ganze Schule zusammen.
00:24:34: Das habe ich in England kennengelernt, in den sieben Jahren, die ich da gelebt hab und gearbeitet hab.
00:24:39: Und das macht ja Sinn!
00:24:41: Das ist auch etwas, was deutschen Schulen oft fehlt.
00:24:43: also... Die Idee dass man nicht nur zur Schule geht oder am Mittags nach Hause geht sondern dass man eine gemeinschaftlichste Identität hat.
00:24:50: Oder eben, dass Schüler sehr komplexe Entscheidungen lernen zu treffen.
00:24:54: Wenn die sich für ein Lernbüro entscheiden morgens dann müssen wir überlegen Wie stehe ich denn in den drei Fächern Englisch, Mathe und Deutsch?
00:25:01: Wieviel muss sich noch erledigen bis die Leistungsbeweise anstehen?
00:25:05: Das heißt sie lernen jetzt schon ihre Arbeit zu organisieren.
00:25:09: Und das ist eine sehr komplexe Sache und die muss man lange trainieren.
00:25:13: aber dann sind die Kinder tatsächlich in zwei, drei Jahren bereit Entscheidungen zu treffen auf der Grundlage von einer Analyse ihres Zustandes was in anderen Schuhen tatsächlich nicht so passiert.
00:25:27: Und das ist ja schon hilfreich, wenn man sowas kann für die Arbeitswelt da draußen oder im Projekt arbeiten kann.
00:25:32: ein Projekt.
00:25:33: Das hat Nicole letztes Jahr mit den Kindern entwickelt In der Zukunftswehrstadt.
00:25:40: Wie zieht ihr ein Projekt auf?
00:25:42: Was brauche ich für Ressourcen?
00:25:43: Wer arbeitet da zusammen?
00:25:44: Welche Schritte müssen wir unternehmen?
00:25:47: Das ist wichtig und das ist das was mit dem Beitrag.
00:25:50: Wir planen zum Beispiel gerade dafür Ein Besuch von Grundschulkindern, also demnächst kommen uns Grundschulklassenbesuche und vierte Klassen.
00:25:58: Und unsere Siebklässlerinnen und Siebklessler planen gerade für die Projekte in ihren jeweiligen Wahlpflichtfächern.
00:26:03: Also das heißt sie planen eine Spanischstunde oder die planen einen Navi-Stunde oder eine Sportstunde, die sie dann mit den Viertklässlern durchführen wollen und müssen jetzt halt echt überlegen okay was bedeutet das eigentlich wenn ich eine Stunde mache für eine vierte Klasse?
00:26:18: Was brauchen die eigentlich?
00:26:19: Wie kann ich das planen, an wem muss sie mich wenden.
00:26:21: Was muss ich alles vorher noch organisieren?
00:26:23: was muss stehen?
00:26:25: all das was irgendwie so ein ja was wir als Lehrkräfte auch machen müssen die jetzt mal im Kleinen ausprobieren und von letztem kriegen wir damit auch noch zustande ist natürlich ganz gut.
00:26:33: Und natürlich dass alles passiert auf der Ebene der Kolleginnen und Kollegen auch Weil wir eine sehr kooperative Art des Arbeitens haben, also wir bereiten sämtliche Materialien gemeinsam vor.
00:26:45: jeder Lehre arbeiten mit denselben identischen Materialien.
00:26:47: Es gibt keine Vereinzelung mehr.
00:26:51: Haben wir ein hochkooperatives System.
00:26:53: Das heißt die Leute, die hierher kommen, die müssen bereit sein, sehr stark im Team zu arbeiten und sich an Absparen zu halten.
00:27:00: Da sind wir auch gerade immer wieder im Diskussionsprozess.
00:27:05: Diese Teamarbeit der Gedanke der Kooperation betrifft nicht nur die Kinder, die lernen zusammenzuarbeiten.
00:27:10: Sondern wir müssen zusammenarbeiten.
00:27:12: damit wird es vernünftig diese Arbeitsprozesse einstielen können, die wir benötigen und das bedeutet aber auch dass die Leitungs-Ebene dazu kommen.
00:27:24: sicherlich gleich ist die nächste Frage, dass sie kooperativ arbeitet.
00:27:28: Wir brauchen einen Leitung und Führungskonzept des derart von Arbeit entspricht die wir hier gewählt haben und den Prozessen.
00:27:36: Also immer kooperativ, im Team.
00:27:41: Und das sind Sachen, die sind halt auch in bisherigen Schulformen einfach nicht gefragt gewesen oder waren nicht notwendig.
00:27:48: Da ja ein Lehrer in seine Klasse gegangen ist oder eine Lehrerin in ihre Klasse, die Tür zugemacht hat und da drin halt vorsichtig gerollt ist.
00:27:57: Kooperation war immer nur so tentativ, notwendig.
00:28:03: Das ist bei uns aber wirklich strukturell bedingt.
00:28:07: Bevor ich jetzt diesen Faden der Kooperation aufnehme, würde ich gerne auch noch mal was unterstreichen.
00:28:12: So weil Bankzuren sind für mich zwei wichtige Elemente so nochmal klar geworden.
00:28:18: Ich glaube das eine ist ja wichtig dass wir so eine Ich-Entwicklung haben.
00:28:21: Ja also die selbstorganisierte, wo stehe ich?
00:28:24: Was sind meine Ziele?
00:28:26: und auch selbst organisiertes Lernen und einfach individuelle Förderung Und gleichzeitig daneben zu die Säule des Viers der Gemeinschaft zu setzen.
00:28:36: und ich glaube, das ist so wahnsinnig wichtig.
00:28:39: Dass wir immer wieder gucken wie können wir eigentlich zwischen diesen beiden Säulen hin und her pendeln?
00:28:42: weil es braucht diesem Blick auf das einzelne Kind damit wir auch individuell fördern können?
00:28:48: Und gleichzeitig aber auch immer wieder schauen wie schaffen wir eigentlich Räume wo die Teamarbeit dass aufeinanderschauen Die stärken einander nutzen und unterstützen dass so ein Konzept sozusagen beide Säulen abdecken muss.
00:29:04: Wir haben tatsächlich genau diese zwei Säule.
00:29:06: Vielleicht
00:29:07: wollen wir Romy unser Konzept auf der Homepage noch mal überarbeiten lassen, auch kürzer passen lassen!
00:29:13: Das ist ja so ein bisschen meine Aufgabe als Coach.
00:29:18: Aber so kann man es schön beschreiben.
00:29:21: Und ich muss ja auch sagen... Ich habe ja auch an der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum unterrichtet, damals noch als die Oberstufe nicht reformiert war.
00:29:30: Aber ich hab natürlich sehr stark das Konzept miterlebt und kann das nur bestätigen.
00:29:37: Als ich meine Schüler in den übernommen hab, habe ich sie mal als erstes gefragt.
00:29:44: Was muss ich von dir wissen und was hat dich am meisten geprägt?
00:29:47: Und das, was Sie mir berichtet haben waren immer die Herausforderungen.
00:29:51: Wo Sie gesagt haben wir hatten ein eigenes Projekt!
00:29:53: Wir mussten überlegen wie kommen wir mit dem Geld hin?
00:29:55: Wie kommen wir von A nach B?
00:29:58: Um was machen wir wenn etwas nicht gut läuft und wie gehen wir auch mit dem Konflikt um ja und dann auch einen Konflikten auszuhalten und selber zu klären, dass das sie ja auch in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt hat und nicht dieses.
00:30:12: ich habe auf der Lernkartei Aufgabe Nummer fünf im Mathematismus gelöst.
00:30:17: Ja und genau diesen Blick sozusagen was brauchen eigentlich Schülerinnen?
00:30:22: Und wie können wir ihnen die Kompetenzen an etwas Lebensnah mit geben?
00:30:27: so
00:30:27: und all das lernen Sie ja auch dieses kalkulieren, was muss ich berechnen?
00:30:32: Wie muss ich etwas
00:30:32: formulieren?".
00:30:34: Und ich hatte eine Gruppe die haben...die Bundesvereine von Fußball besuchen wollen.
00:30:40: So und die haben die angeschrieben können wir euch besuchen.
00:30:42: ja und ich sag das ist so viel... Ich komme
00:30:43: mal weiter damit.
00:30:44: ne wenn man nämlich so äh genau so freut dich fragt kommt dann plötzlich weiter.
00:30:48: Ja, und es ist viel motivierender als wenn ich sage, bitte formulieren wir eine E-Mail an das und das so.
00:30:53: Wenn ich weiß, ich will da hinkommen!
00:30:55: Also werde ich die E-mail schon ordentlich formulieren.
00:30:57: Äh also deshalb ... Ich kann das alles nur unterstreichen... Ich hab ja gesagt, ich würde den Faden der Kooperation aufnehmen.
00:31:04: Und auch etwas was du gesagt hast Jörg Du hast ja gesagt So Schule muss vom Kind ausgedacht sein.
00:31:11: Und ich würd sagen Ja und gleichzeitig äh und das ist ja wofür ich auch ein bisschen stehe, sag' ich immer Und gleichzeitig auch von dem Personal pädagogisches, nicht pädagogisches Personal.
00:31:24: Also alle an Schule beteiligten weil ich immer gesagt habe wir fordern das Schule New Work Kompetenzen Zukunftskompetenz im Future Skills wie auch immer wie sie benennen wollen den SchülerInnen beibringen und gleichzeitig SchülerInne lernen.
00:31:41: auch am Beispiel Gucken wir gar nicht, wie können das eigentlich Lehrkräfte selbst erleben?
00:31:46: Weil ich muss sagen, wenn ich als Lehrkraft erfüllt bin.
00:31:49: Wenn ich Kooperation lebe, dann kann ich das doch viel authentischer weitergehen.
00:31:54: und deshalb habe ich gesagt Wir müssen auch das auf der Ebene der Zusammenarbeit denken.
00:32:00: Und wie können wir das eigentlich ermöglichen?
00:32:02: Deshalb würde ich da auch nochmal reingehen weil ihr habt ja schon gesagt so Einzelkämpfer tun ist nicht mehr sondern wirklich Teamarbeit.
00:32:10: Und was sind da so eure Erfahrungen, wie ermöglicht ihr das?
00:32:16: Ich bin ja auch immer so, dass ich sage wir möchten alle Seiten beleuchten und es ist nicht immer alles schön unblendig.
00:32:21: Es sind einfach Herausforderungen und vielleicht könnt ihr da auch mal teilen je nachdem.
00:32:27: Man braucht einen Schutzraum.
00:32:29: So was machen vielleicht in der Schulgründung, so ihr seid ja jetzt im dritten Jahr der Schule plus dieses Jahr Vorbereitungszeit.
00:32:37: So eure Erfahrungen und Learnings die auch anderen Schulen mitgeben könntet.
00:32:42: Also es bedarf tatsächlich eines Paradigmen Wandels in den Köpfen.
00:32:47: Wir haben das schon in Brüssel festgestellt dass wir da die Schule versucht haben zu entwickeln.
00:32:54: Ich will's mal so ausdrücken Da muss man in Rechnung stellen, natürlich sind deutsche Auslandsschule ein per se und es ist jetzt keine Wertung.
00:33:01: Ein konservativeres System.
00:33:03: ganz klar Wir sind in unserem Transformationsprozess auf die Tatsache gestoßen das selbst wenn man also viele Kollegen des gewünscht haben sie dann an der Realität gescheitert sind weil ihnen dann klar wurde dass der Wandel vom von der traditionellen Lehrkraft hin zum Lernbegleiter Ja, bedeutet das sich alles ändert.
00:33:29: Dass man Kontrolle verliert unter anderem?
00:33:30: Vermeintlich.
00:33:31: Genau!
00:33:32: Die Kontrollillusion verliert.
00:33:34: Das merke
00:33:36: ich jetzt immer.
00:33:38: Ich habe Freunde in Bayern die auch im Lehrberuch sind und die halten das was ich mache vollkommen verrückt.
00:33:44: also sie können sich das nicht vorstellen.
00:33:45: Es sind alle tolle Leute gute Lehrer keine Frage aber es ist für die nicht vorstellbar dass der Lehrer die Kinder begleitet Und tatsächlich ist damit immer diese Vorstellung verbunden, die du gerade genannt hast Nicole.
00:34:02: Dass man vermeintlich Kontrolle verliert und es sitzt so tief in uns drin.
00:34:08: Da muss ich mich selbst natürlich auch einschließen weil ich ja ganz traditionell ausgebildet wurde dass das ist schwierig.
00:34:16: Es ist nicht einfach diesen Wett zu machen.
00:34:21: zum Lernbegleiter Nicole kann ein Lied davon singen, weil als wir begonnen haben... Ich bin jetzt mal ganz ehrlich.
00:34:27: Die ersten Wochen da musste ich mich auch... Wir fanden immer gemeinsam nach Brüssel zu unseren Familien.
00:34:33: am Freitag-Nachmittag habe ich mich oft entschuldigt ausgekotzt im Auto bei Nicole, weil ich brauchte noch Zeit diese Transformation durchzumachen.
00:34:42: also Paradigmenwechsel in den Köpfen entsprechende Fortbildung für die Kollegen und Kolleginnen eine Bereitschaft das zu machen aber dann eben auch die Bereitsschaft wirklich Absprachen permanent zu definieren, aber auch einzuhalten.
00:34:56: Weil alles was man tut hängt von anderen ab und davon dass die das eben einhalten.
00:35:02: Und zur Leitungsebene komme er gleich noch.
00:35:05: Aber wie siehst du das Nicole?
00:35:07: Ja ich glaube das was man doch ergänzen kann sind so diese Ritualisierung, die den Kolleginnen und Kollegen helfen also die immer wieder gerne in Strukturen.
00:35:14: Das ist genau das Gleiche was denn was den Schülerinnen und Tülern hilft.
00:35:17: Hilft letzten Endes auch den Kolleginnen immer wieder gleiche Strukturen haben, in denen wir Sachen diskutieren.
00:35:24: Also wir haben immer die Golden Moments, wir haben einen Teamtag und der sieht auch schon mit sehr viel Vorlauf immer ähnlich aus so dass man sich auch das man eine gewisse Verlässlichkeit hat in all diesen ganzen agilen Arbeiten was man ansonsten ja leisten muss und dass man eben auch da weiß.
00:35:44: okay ich kann mich darauf verlassen.
00:35:45: es gibt feste Dokumente es gibt Templates einfach schon viele Vorgaben, die ich nutzen kann auf die ich dann nicht mehr selber irgendwie zurückgreifen muss oder sich mich nicht mehr selbst ausdenken muss.
00:35:56: Also das ist glaube ich schon eine Hilfe sowohl für die Kinder als auch für Kolleginnen und Kollegen.
00:36:02: trotzdem ist es onboarding natürlich einer der großen Herausforderungen.
00:36:04: also wir haben ja jetzt zum Beispiel zum Sommer unsere Lehrerschaft um ein Drittel erweitert d.h.
00:36:11: Ein Drittel der Kolleginnen und Kolleginnen sind neu dazu gekommen sollten von den vorherigen Kollegen eingebordet werden, die aber ja natürlich in einem Neubau genauso verloren waren erstmal.
00:36:26: Also das heißt es gab keinen Wissensvorsprung in diesem Jahr.
00:36:30: Das war auf jeden Fall eine Herausforderung.
00:36:32: also vorher war's dann schon so wir hatten unseren gemütlichen kleinen Altbau da wussten wir schon wo alle Sachen sind und dann konnten wir dass denen neuen die dazu gekommen sind beibringen.
00:36:40: das waren noch nicht so viele und jetzt waren sie plötzlich ein riesiger Schwung Und auch die Kolleginnen und Kollegen, die schon seit zwei Jahren dabei sind oder die die Konzeptgruppe mitgestaltet haben war ja trotzdem auch neu in dem Gebäude.
00:36:52: Wir müssen trotzdem genauso wie bei Schülerinnen und Schülern einen Schritt voraus sein quasi nur und dann ein Stück weit Sicherheit geben, obwohl wir selber vielleicht gar nicht so sicher waren.
00:37:03: Das ist was ich irgendwie durchziehe sowohl auf der Ebene der Schülerinnen- und Schüler als auch bei Lehrkräften.
00:37:09: diese Bereitschaft auf der einen Seite mutig zu sein Komm, wir versuchen das jetzt einfach mal.
00:37:16: Wir geben jetzt auch die Kontrolle ab und wir entdecken das gemeinsam.
00:37:19: Das ist ja was, was für uns gilt als Lehrkräfte aber das gilt eben später mit den Kindern so.
00:37:24: Ich weiß nicht alles, aber es macht da nichts.
00:37:26: ich kann das zusammen mit den Kindern mir entdeckten und erschließen und das ist ja total gut wenn sie feststellen achso Frau Bordelä weiss gar nicht alles Aber die weiß immerhin wie man vielleicht dran kommen könnte Und die kann mir vielleicht ein paar Tricks verraten.
00:37:39: Man lässt sich die Wasser schon immer so leerer wissen, nicht alles hören.
00:37:43: Wir haben früher noch vorgegeben dass wir es täten und das ist ein Irrtlaube.
00:37:47: So funktioniert ja unser Beruf eigentlich nicht.
00:37:50: Und was mir in dem Zusammenhang wichtig wäre weil ich das eben auch aufgespiegelt bekommen von Kollegen und Freunden aus Bayern Also zum einen Ja Das ist ja dann bei euch beliebig und die Kinder machen was sie wollen und die Kollegen auch Nein überhaupt nicht!
00:38:06: Wir haben eine wesentlich höhere Transparenz dessen was wir tun.
00:38:10: Wir haben eine wesentlich höhere Strukturierung, dass tatsächlich das Unterricht extrem strukturiert also das klingt alles nach Beliebigkeit ist es überhaupt nicht und auch das fachliche kommt nicht zu kurz, auch das höre ich immer wieder da aus Bayern.
00:38:32: Ja natürlich die lernen genau dieselben Fachinhalte wie die Kinder in Bayern Die lernt es halt nur auf eine andere Art und Weise, sondern zwar auf eine nachhaltigere.
00:38:41: Also das ist ja auch alles wissenschaftlich belegt.
00:38:47: Voilà!
00:38:54: Und damit
00:38:55: habt ihr ja auch mit zwei Mythen diesen ganzen New Work, also sozusagen dieses Transformation konfrontiert werde.
00:39:05: zum einen sage ich immer New Work scheitert nicht, weil man die Strukturen wegnimmt.
00:39:10: Sondern ich finde ja das Buch auch also ein Buchtipp New Work Needs Inner Work, wo ich immer sage so wenn wir diese vermeintliche Kontroll-Illusion so da merken wir eigentlich fehlt bei uns die Klarheit und wir versuchen weil wir sagen Ja, wenn du dich nicht verhältst kann Ich dir eine Tade geben aber es hat ja nichts.
00:39:32: Also ist ja die Frage okay Wenn jetzt die Person sich nicht so verhält, wie ich es möchte.
00:39:38: Woran liegt das denn?
00:39:39: Was ist denn mein Beitrag?
00:39:41: Wo habe ich vielleicht die Klarheit?
00:39:43: oder wie gehe ich im Beziehung so?
00:39:44: und dass das ganz viel mit, okay ja wenn wir Strukturen auflösen auch diese innere Stabilität und gleichzeitig, ja ich höre mich immer bei New York ist Ponyhofen alle dürfen machen was sie wollen, wo ich sage danke für die Regeln aber ich glaube die Haltung hinter Regeln sind anders.
00:40:05: Das ist so, weil man es so gesagt hat.
00:40:09: Was brauchen wir um klar und transparent miteinander zu agieren?
00:40:15: Und sich
00:40:16: in Steigen gemeißelt, sondern immer wieder ist diese Struktur, diese Regel gerade noch für uns förderlich.
00:40:22: Wo ist sie vielleicht nicht mehr förderlig?
00:40:23: Wo merken wir irgendwo eine Verantwortungslücke?
00:40:27: Ich sage immer, das ist erstmal ne Standard-Einstellung damit wir nicht mal alles neu erfinden müssen.
00:40:32: aber Wenn wir merken, der Raum passt nicht mehr können wie ihn anpassen.
00:40:36: Und diese Klarheit in... Wo liegt denn eigentlich gerade die Kompetenz?
00:40:42: Wer ist mitbeteiligt dass das ja genau so da ist und es nicht wie kürlich ist?
00:40:47: habe ich heute Lust zur Schule zu gehen oder nicht?
00:40:50: Aber du sprichst sowas ganz wichtiges an Romie.
00:40:52: Das ist das Bewusstsein, dass tatsächlich alles was Menschen tun entwickelt prozesshaft ist tatsächlich.
00:41:03: gerade heutzutage in einem permanenten Prozess ist.
00:41:06: Und nur so kann man der rasanten Entwicklung da draußen auch begegnen, weil die, ich meine KI hats pro drei vier Jahren hat keine Rolle gespielt in der Schule.
00:41:14: jetzt ist es da und zwar mit Wucht.
00:41:17: Erst heute hat Nicole was sie die Sitzung geleitet hat das Team-Sitzung oder auch die anderen Kollegen genau diese Frage gestellt die du gefragt hast.
00:41:25: sowas braucht ihr damit ihr hier sinnvoll weiterarbeiten könnt.
00:41:30: Und das setzt natürlich auch eine Veränderung der Einstellung voraus, dass man Tule nicht als ein fertiges Endprodukt betrachtet wie das Gymnasium, das ist jetzt mein Beispiel aus der Zeit des Deindustrialisierungs.
00:41:43: Sondern es ist ein Prozess.
00:41:45: wir müssen uns klar machen, dass es ein Entwicklungsprozess ist und dass wir immer wieder diese Fragen stellen müssen.
00:41:51: so was brauchen die Kinder, was brauchen wir?
00:41:53: Das ist halt auch Teil der Struktur.
00:41:55: letzten eines dafür Räume zu schaffen, Wir eröffnen uns die Möglichkeit, immer wieder zu hinterfragen.
00:42:01: Ist das okay so wie es läuft?
00:42:03: Müssen wir was anpassen?
00:42:04: und wenn man das auch schon wieder strukturell verankert dann ist das ja auch kein... Dann macht einem das auch keine Angst mehr!
00:42:11: Und dann ist es halt letzten Endes ein Teil von der positiven Fehlerkultur dass man sagt ok, wir haben's ausprobiert.
00:42:16: Wir haben sie auch gerade hinter uns.
00:42:17: Wir sind jetzt gerade ausprobieren.
00:42:18: Das macht keinen Sinn.
00:42:19: in die Aufteilung Einzelarbeitsplätzen und Gruppen-Arbeitsplätze, so wie wir sie am Anfang uns ausgedacht hatten.
00:42:26: Haben jetzt drei Wochen getestet hat nicht so gut funktioniert müssen wir anpassen.
00:42:30: Dann passen was an und gucken wie es dann ist?
00:42:32: Wir sind keine Herzchirurgen oder Herzchirogien.
00:42:36: Es kann niemand sterben.
00:42:38: also schlimmstenfalls ist es vielleicht mal lauter oder leiser Und wir merken das relativ schnell an zunehmenden oder abnehmenden Konflikten.
00:42:45: Oder ein Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern was denen gut tut oder was uns auch guttut Und in dem Moment können wir dann auch entsprechend reagieren.
00:42:52: Also es kann ja nichts passieren, diese Angst muss ja keiner haben!
00:42:56: Es kann niemand sterben.
00:42:57: Genau.
00:42:58: Das kann niemand Sterben.
00:43:00: und was ihr da angesprochen habt das ist auch das was ich oft in Organisation höre wenn ich irgendwie gerufen werde so Wir müssen jetzt die Transformation schaffen als
00:43:09: wäre die dann fertig, also wäre die jemals fertig.
00:43:12: süß.
00:43:13: Als Anna erstes, ich arbeite mit euch.
00:43:15: Wenn ihr Anna kennt, Transformation ist nie vorbei und das es nicht als eine Top-Aufgabe ist sondern einfach ein Prozess.
00:43:26: Und natürlich können wir immer gucken.
00:43:27: Ich sage mir müssen auch schauen welche Ressourcen haben wir ja?
00:43:30: Wir können vielleicht mal gucken wie nehmen wir die Geschwindigkeit raus.
00:43:33: Wie können wir mehr reingeben?
00:43:35: aber es ist dabei so und das habt ihr eben angesprochen so die Sicherheitsgefühl.
00:43:43: Wir müssen anerkennen, dass wir nicht mehr diese Stabilität und Sicherheit haben.
00:43:47: Und dass wir eigentlich lernen müssen, wie gehen wir mit dieser Unsicherheit um?
00:43:51: Ich glaube das ist das was Führungskräfte, Leitungskräfte, Lehrkräfteschülerinnen mehr und mehr lernen müssen.
00:44:01: Mit Unsicherkeit umzugehen... Spannungen auszuhalten.
00:44:04: Und das ist auch dieses, ja wenn wir so konservatives Schulsystem anschauen und so eher agileres nicht Spannung zu reduzieren und zu minimieren sondern eigentlich sagen okay wir gucken wo zeigt sich eine Spannungsweg?
00:44:18: Wo entsteht dadurch vielleicht ein Veränderungsweg?
00:44:21: und nicht weil wir sagen wir müssen uns verändern sondern was zeigt sich und dass wir mit einer evolutionären Spannunge mitgehen und in dieser Spannkung arbeiten.
00:44:29: ich glaube das ist halt auch einfach im Prinzipienwechsel.
00:44:32: Ich glaube, das was du gerade ansprichst ist eine ganz wichtige Aufgabe für Schulleiterinnen und Schulleitern oder Schulleitung insgesamt.
00:44:41: Genau diese Spannung also nicht den aus dem Weg gehen, sondern sie identifizieren und sie ansprechen.
00:44:48: Die Spannungen sind ja immer...
00:44:49: Man kann sich nicht dagegen stellen, man muss nur draufstellen mit einem Surfboard.
00:44:56: Aber es ist dann wichtig dass man lernt das zu reiten und sich dann auch nicht zurückzieht, und dem endzieht.
00:45:02: Also die Aufgabe von Schulleitung ist irgendein Schulleiter, genau der der deutschen Schule in Maurial.
00:45:10: mit dem habe ich mal irgendwie telefoniert und er hat gesagt... Ich hab ihm gefragt was so das Wichtigste als Schulleite?
00:45:15: Und da meint er Kommunikation, Kommunikationskommunikation.
00:45:18: Fand ich nicht schlecht!
00:45:20: Natürlich haben Schulleiterinnen und Schulleitern dann auch noch eine Bürokratie.
00:45:23: aber KommunikATION mit den Kollegen und Kolleginnen ins Gespräch kommen, offenlegen wo die Spannungen liegen, warum sie da sind.
00:45:33: Und schauen was man genau wie du es formuliert hast und wie man das nutzen kann oder was die zeigen die Spanien und welchen Weg dann man damit gehen kann.
00:45:41: Deswegen bin ich hundert Prozent davon überzeugt dass nur ein Team gelingen kann.
00:45:47: so auch Schulleitung.
00:45:48: gute Schulartung muss eigentlich aus Notwendigkeit heutzutage im Team arbeiten Das ist
00:45:58: Um sich gegenseitig auf den Rücken zu stärken, damit fängt es ja auch an.
00:46:01: Also man schafft einfach mehr Stabilität und mehr... Das glaube ich nämlich schon, dass man ein Vorbildfunktion hat und zeigen muss Ich habe keine Angst!
00:46:09: Dass man da jetzt nicht irgendwie vor Zurückschreckt sondern ganz klar zeigt, ich traue mir das so mit dem Softboard oder mit dem softboard Und dann ist vielleicht gar nicht so schlecht wenn einer noch dabei ist der Hätte ich besser so ein Sehgebot als bei mir genommen.
00:46:27: Also der dann irgendwie keine Ahnung, dass das Ruder in der Hand hält oder so.
00:46:30: Aber beim Surfen
00:46:31: gibt es auch manchmal jemanden, der hinten das Board anschaut und man dann den Take-off schafft.
00:46:37: Ja ja, genau!
00:46:38: Ich bin nicht so der Surfer.
00:46:40: Da sind wir ja so ein bisschen schon auch bei dem Thema, was Jörg immer schon wieder angeteasert hat.
00:46:44: Wir sprechen ja auch noch mal über die Leitung und in Anbetracht der Zeit würde ich da auch gerne nochmal reintauchen.
00:46:49: Und ich habe es im Intro ja auch schon gesagt als ich Jörk gefragt hab, Jörc kommst du im Podcast war ja sofort Ja aber nur zu zweit und deshalb sitzen wir ja heute auch zu zweiten und deswegen würde ich dann auch gern nochmal kurz mit euch drüber sprechen.
00:47:02: Ihr versteht euch ja als Schulleitungsteam.
00:47:04: Das ist, wenn wir gucken, Kooperation bei den Schülerinnen und Kollegen heißt konsequenterweise auch Kooperation in der Leitung?
00:47:13: Wie teilt ihr euch denn Schulleitung auf?
00:47:18: Nutzt ihr eigentlich die Stärken, so dass man wirklich den Rücken stärkt?
00:47:24: So wie du es eben gesagt hast Nicole.
00:47:26: Was ist vielleicht auch etwas was ja jetzt Learning weil ich sage mal im Team zusammenzuarbeiten da ruckelts auch anfangen muss.
00:47:33: man muss sich da ja glaube ich einfinden ohne euch das jetzt unterstellen zu wollen.
00:47:37: und was würdet ihr da anderen Schulleitungsteams oder Leitungsteams in Organisationen Wirtschaft wir auch immer mitgeben aus eurer Erfahrung
00:47:48: gerne.
00:47:49: Ich dachte ja, mein Schlagbrot ist eine tausche Käsebrot gegen Präsentation.
00:47:53: Aber das muss ich näher aufhören später.
00:47:56: Ich habe es ja eingangs erwähnt und bin auch meine Schulattungskarriere traditionell bekommen.
00:48:05: Ich bin aber einfach zu der Kenntnis gekommen dass das auch Schulattunut dann effizient und gut sein kann wenn sie sich genau Du hast es gerade gesagt, die unterschiedlichen Fähigkeiten zusammengebunden werden.
00:48:20: Wir sind eigentlich zu dritt ein Team zu dritten.
00:48:23: Es gibt noch Markus Also der würde vielleicht dann hier auch dann sitzen und den muss man mitdenken Und wir alle drei haben Klar so kann das am besten schon unterschiedliche Fähigkeit und Talente und Die zusammen ergeben schon mal ein gutes Kernschuladus-Team und drumherum bauen wir die erweiterte Schulaltung auf Samu, sage ich in Brüssel auch gemacht.
00:48:46: Also für mich zum Beispiel stellt sich das so dar.
00:48:49: Ich habe da jemanden, der das didaktisch denkt.
00:48:52: Das ist Nicole.
00:48:53: Nikoll hat die Konzepte auch zum Teil am Anfang die Vernetzung gebracht also zu z.B.
00:48:59: den ehemaligen Schulter, dem Andreas Missen, der ja das schon vor uns begonnen hat umzusetzen.
00:49:05: Der war auch ein Gymnasial-Lehrer, Schulter hat gesagt ich hab keinen Bock mehr drauf und ich baue jetzt eine Gesamtschule auf.
00:49:14: Sie ist die didaktische Denkerin, die Frau, die Konzepte entwickelt.
00:49:19: Das steuert und auch zum Teil für Kommunikation nach außen und für Vernetzung.
00:49:28: Das ist natürlich dann zum Teil meine Aufgabe, Vernetzung zu schaffen ganz klar.
00:49:33: Meine Hauptaufgabe besteht darin um die Ressourcen zu besorgen und denen den Rücken frei zu halten.
00:49:39: Ganz generell Schulleiter ist derjenige, den Buckel hinhält.
00:49:45: Und das mache ich gerne, das ist mein Job damit die Leute in Ruhe arbeiten können und auch damit Nicole und Markus in Ruher arbeiten können.
00:49:53: Ich muss ständig gucken dass wir die Ressourcen kriegen, vor allem in der Schule die aufgebaut wird.
00:49:57: Man ist ja nicht selbstverständlich, es schaut so aus aber es ist nichts selbstverständlicher.
00:50:01: man muss wirklich um jeden Computer jedes Ding muss man kämpfen.
00:50:05: ganz viel Personal also wie viele Stunden und Stunden und Stunden du in Personalgewinnung steckst.
00:50:11: Aber es ist tatsächlich so, Nicole denkt das Ganze.
00:50:13: Also jetzt bin ich ich.
00:50:15: Mir fehlte die Fantasie, sie denkt das ganze.
00:50:18: Markus organisiert's und gestaltet auch viel didaktisch mit.
00:50:22: Und ich trinke halt den Kaffee nebenher und...
00:50:27: Das ist dein, das ist das Bild was er mal vorgibt zu tun hat aber er verletzt.
00:50:31: Was
00:50:31: er hofft über
00:50:32: machen zu können!
00:50:34: Hier ist er.
00:50:34: hier kann ich in der Zeit kommen her.
00:50:37: Wir haben mich gelästert.
00:50:38: Ja,
00:50:38: aber nur in deiner Abwesenheit.
00:50:41: Jetzt siehst du uns alle frei.
00:50:42: Für die Zuhörerinnen weil die ja kein Video sehen!
00:50:46: Das ist eine Erklärung.
00:50:47: Markus ist dazu gekommen.
00:50:49: Wunderbar.
00:50:50: Also wir sind ein Team zu krett.
00:50:56: Und jeder hat da seine Aufgabe.
00:50:58: und ich habe gesagt, die Talente sind unterschiedlich Aber sich faszinieren findet eben in der Zusammenarbeit.
00:51:03: Ich kann viel lernen von den beiden anderen Und die können viele Probleme einfach sehr schnell, viel schneller lösen als ich es könnte.
00:51:10: Weil sie eben talentierter sind in der Organisation, talentierte sind in die Daktik.
00:51:15: und wir können auch ganz schnell wenn wir hier sitzen spät Nachmittags, können ja ganz schnell Probleme besprechen effizienter Lösungswege an denken.
00:51:25: Jetzt erweitern wir natürlich dieses Schuladus Team und Inhalt des Schuladusteams.
00:51:29: das ist eine ganz wichtige Prämisse.
00:51:31: sind wir auf Augenhöhe.
00:51:33: Das heißt ein Blödsinn red, dann müssen die mir auch sagen Jörg das ist jetzt ein Scheiß.
00:51:40: So ich muss mir das auch gefallen lassen weil die sehen oft etwas was ich nicht sehe.
00:51:44: Ja oder umgekehrt.
00:51:45: also ich möchte es nicht nur das geht ja in beide Richtungen kann auch gut sein dass wir das man didaktisch sagt ach das ist ein großartiges Konzept lass uns das sofort umsetzen.
00:51:54: und da hat er schon recht wenn der dann sagt du Nicole aber jetzt ist schön dein Idealismus in allen Ehren.
00:51:59: aber jetzt sind die Lehrkräfte jetzt mal wirklich am Limit und da muss sich bisschen auf unsere Ressourcen achten.
00:52:04: Also das ist schon so ein gegenseitiges Leben und Nehmen.
00:52:07: Und ich glaube, man kann als Schulleitung also wir drei können ja nur überzeugend vorleben oder von den anderen verlangen im Team zu arbeiten wenn wir es vorleben, wenn auch Schulleitungen bereit sind, team zu arbeiten und zu denken.
00:52:23: Das macht es natürlich überzeugend wie die Kollegen und Kolleginnen.
00:52:27: aber das ist nicht nur die richtige Organisationsform auf der Leitungsebene sondern Das ist schlicht und einfach sehr effizient.
00:52:36: Es gibt kurze
00:52:36: Wege, wenige langartige Absprachen.
00:52:40: Man muss nicht um die Mails schreiben sondern man sitzt sich gegenüber es geht halt alles wesentlich flotter.
00:52:46: Und was glaube ich wichtig ist das finde ich schon richtig nochmal weil du ja auch gerade nach Schwierigkeiten gefragt hast oder dann wie sich sowas zusammenruckelt und so ich glaub dass das Zentrale sind halt einfach ziemlich klar umrisste Aufgabenbereich.
00:52:58: also es ist halt einfach relativ klar.
00:53:00: Also es war uns auch relativ schnell klar, wer was im Team gut kann und dann macht's auch gar keinen Sinn irgendwie zu gucken.
00:53:06: Ach ja der hat jetzt aber nach dem Amt oder nach dem Buche exakt diese und dieser Aufgabe.
00:53:11: wenn das bei der Person einfach... Wenn dass der Person nicht gegeben ist sondern die eigentlich etwas anderes besser können.
00:53:16: also wir sind dann eben auch flexibel genug um bei unserem Team zu gucken Was liegt uns denn eigentlich?
00:53:21: Und was können wir am besten und dann auch genau das zu machen was wir eben am besten können weil davon profitieren wir alle.
00:53:27: Das bedeutet aber auch, dass jeder von uns Aufgaben übernimmt, die genau wie Nicole gesagt hat jetzt nicht unbedingt in der offiziellen Aufgabengestattung drin steht.
00:53:37: Und was ganz wichtig ist wir sitzen zu dritt in einem Büro.
00:53:42: Ich habe also das Büro hier so konzipieren lassen, wie wir es in unserer Zwischenlagerstätte auch hatten.
00:53:50: Wir sitzen zu Dritt in ein Büro und teilen uns einen Büro.
00:53:53: Auch das ist ja ein wichtiges Signal.
00:53:56: Es ist effizient, weil wir können unsere Probleme schnell besprechen und lösen.
00:53:59: Aber es signalisiert den Kollegen und Kolleginnen auch die Arbeiten auch als Team.
00:54:04: der Schulater zieht sich nicht zurück in seinen Loch Und was für sich?
00:54:09: trinkt Kaffee und liest die Zeitung?
00:54:11: So gab's früher tatsächlich und hat eine Vorzimmerdame.
00:54:14: Sondern er ist ansprechbar mit uns das Team des ganzen Schulartigsteams Ansprechbar und Markus oder Nicole treffen genauso Entscheidungen wie ich kann es ja der Schulgesetz delegieren und dann Markus Entscheidung, die Gilt.
00:54:29: Die Konsenscheidung, die gilt!
00:54:31: So ist es.
00:54:32: Wir haben genauso viele Entscheidungsmöglichkeiten.
00:54:35: insofern das sind halt shared Leadership.
00:54:38: also es klingt jetzt ein bisschen geschwollen wenn man es auf Englisch sagt aber das ist es als effizientes.
00:54:43: und weil es eben ein Vorbild ist wird er so hier verlangen.
00:54:47: und was am besten passt zu dieser Organisationsfahrung.
00:54:51: Und ich finde da immer so wichtig, weil wir auch einen Paradigmenwechsel haben weg vom Stellendenken.
00:54:58: Das Profil des Stellvertreters, das Schulleiters hin zu einem rollenbasierten Arbeiten.
00:55:04: Welche Stärken haben wir?
00:55:05: Welche Talente?
00:55:05: Welchen Interessen?
00:55:07: und auch da zu gucken welche Aufgaben fallen eigentlich in Schulleitung an?
00:55:10: wer kann was übernehmen?
00:55:11: und dann ist es auch mal eine Aufgabe die ich übernehme die mir vielleicht nicht liegt aber irgendeiner muss sie halt auch machen.
00:55:17: Ich hatte irgendwie einer Podcastfolge ...fünfzig oder sechzig irgendwie so.
00:55:21: Auch einen Schulleitungsteam, die auch sehr agil arbeiten.
00:55:24: Die haben gesagt...so sie haben alle Aufgaben aufgeschrieben und jeder hat so die genommen wo er denkt da bin ich gut drinne.
00:55:29: Und zum Schluss lagen so Aufgaben in der Mitte.
00:55:35: Und dann haben sie gesagt okay manche sind vielleicht auch einfach Bullshit-Aufgaben, die können wir lassen.
00:55:38: das merkt keiner.
00:55:40: Aber es macht jetzt keiner gern aber wir brauchen uns um den Schulzweck zu erfüllen und dann auch zu sagen ok ich komm bitte mich dazu Das ist total wichtig, dass wir auch da die Freiheiten in Schule.
00:55:55: Also das ist was ich auch gerne einfach allen Führungskräften egal welche Organisation mitgeben möchte.
00:56:01: es ist mehr möglich als wir manchmal denken und letztendlich steht zwar auf dem Papier das muss so und so gemacht werden aber wer's jetzt endlich macht?
00:56:09: Und wenn ich es unterschreibe ja also da haben wir mehr Freiheiten als wir manchmal denken.
00:56:16: guck auf die Uhr und ich glaube, wir könnten tatsächlich die siebzig Minuten voll machen.
00:56:20: Wir haben auch gar nicht über euer Neubau gesprochen aber da würde ich auf jeden Fall allen mitgeben
00:56:26: Ich
00:56:27: kenne den Neubbau von den Instagram Reels.
00:56:29: Ja, schaue mir die Schule an!
00:56:32: Ich finde es total beeindruckend was da entstanden ist Und ich glaub ja, da sagen manchmal auch Bilder mehr als Worte.
00:56:40: Ich verlinke auch gern den Instagram-Kanal und die Website in den Shownotes, also ihr könnt da gerne nochmal reintauchen.
00:56:46: Bevor wir aber so langsam in den Checkout gehen gibt es etwas wo ihr sagt Romy das müssen wir jetzt noch ansprechen sonst können wir hier nicht um Uhr rausgehen und ich weiß es gibt doch ganz viel.
00:56:57: Da lasse ich dir den Vortritt Chef.
00:56:58: dann musst du mal nachdenken weil tatsächlich könnte ich sonst heute noch bis Mitternacht leben.
00:57:05: Also was mir ganz wichtig wäre dass tatsächlich Schulleitung ihre Einstellung verändern Egal ob Sie jetzt in einem traditionellen System weiterarbeiten möchten, was ja auch gut gelingen kann.
00:57:14: Es gibt also kein richtig oder falsch, eine traditionelle System kann sehr gut gelingen wenn die Umstände dazu passen und die Leute entsprechend gut arbeiten.
00:57:24: aber Schulleitung muss einfach vor allem in einer Schule es ist ja eine soziale Einrichtung nicht die Armee und keine Konservendosenfabrik Also muss Schulleitungen sich anders definieren.
00:57:34: das ist mir ein wichtiges Anliegen.
00:57:39: Also auch an einem Gymnasium sollte ein Schulleiter kooperativ denken und arbeiten, vor allem weil er ja auch zukünftige Führungskräfte heranzieht oder eben heranformen will.
00:57:51: Und vielleicht sollten tatsächlich.
00:57:54: das ganz wichtig ist dass man bei der Auswahl von Schulleitungsteams einfach sorgfältiger umgeht vom Seiten der vorgesetzten Behörden und nicht einfach irgendwelche Leute per Zufall zusammesteckt sondern schaut passt das Ganze Also schon mal allein der Stellvertreter oder die Stellvertreterin und der Schulleiter,
00:58:13: den man sich ja übrigens nicht selber aussuchen darf.
00:58:15: Das muss man ja dazu sagen, dass glauben.
00:58:17: Menschen in einer freien Wirtschaft, die diesen Podcast vielleicht auch hören, glauben das ja nicht.
00:58:21: aber es ist uns theoretischerweise gar nicht möglich in irgendeiner Form darauf Einfluss zu nehmen wer hier sitzt.
00:58:28: also wenn man sich das vorstellt für eine Firma Ich bin CEO von irgendeiner Firma und ich darf mir mein Board nicht aussuchen, also die Leute mit denen ich jeden Tag zusammen arbeite.
00:58:38: Sondern sie werden mir von irgendjemandem da reingesetzt und ich werde sie auch nicht wieder los weil Sie Beamte sind oder Beamte dann ist das schon ziemlich abenteuerlich.
00:58:46: Da sieht man ja warum viele Schulen wirklich am Rande des Scheitern stehen.
00:58:50: Das hat sehr viel damit zu tun dass die Schulleitung schlicht und einfach jahrelang in Graben kämpfen irgendwie sich verzetteln Da auch nichts passiert von Seiten der vorgesetzten Behörden.
00:59:02: Da gibt es tolle Modelle aus England, kann man sich mal angucken wie die das machen?
00:59:06: Wenn Schulleitungen dysfuzional sind dann setzen die da einen erfahrenen Schulleiter oder Schulleiter so als Coach an der Seite, der guckt ein Jahr ob das funktioniert und wenn nicht, dann wird halt der Schulleister mal ausgetauscht.
00:59:17: Und das finde ich sollte auch eine Sache sein.
00:59:19: Schulleitung sollten zeitlich bekänzt anhand werden also fünf Jahre müssen sie sich bewähren.
00:59:25: Auch Schulleidung sollten Sie sich bewehren nach fünf Jahren gut ist, dann kann ja der Schulleiter, also ich habe fünf Jahre ausprobiert.
00:59:32: War toll.
00:59:33: aber jetzt möchte ich wieder was anderes machen.
00:59:35: Es muss da mehr Dynamik rein bei Schulleitung.
00:59:38: und ein allerletztes mein Wunsch denkt bitte von den Kindern aus.
00:59:44: Und schaue auch dass die Leute Kollegen, Kolleginnen gute Arbeitsbedingungen haben weil wenn sie glücklich sind geht es den Kindergut und wenn die Kinderglücklich sind umgekehrt.
00:59:52: Also man soll schon gute Arbeitsbedingung für die Leute auch herbeiführen.
00:59:57: vom Kind aus denken.
00:59:58: Das wäre sonst auch mein Ding gewesen, also mein wichtiges Wort weil das letzten Endes... Wir sind ja alle, wir haben alle angefangen mit einer gewissen Vorstellung warum wird man Lehrkraft und warum ist man überhaupt im System Schule unterwegs?
01:00:10: Natürlich!
01:00:10: Weil man das auch gerne macht mit diesen Kindern zu arbeiten und den Möglichkeiten zu schaffen.
01:00:17: Und wenn man das aus dem Auge verliert dann ist man glaube ich ganz schnell dabei Ja auch dieses System vor die Wand laufen lassen will dass ja eigentlich das Zentrale sein sollte.
01:00:27: Und wenn Schulen mehr Autonomie bekommen, dann haben sie auch mehr Möglichkeiten genau in diese Richtung zu denken.
01:00:32: Weil die Schulen selber am besten wissen welche Kinder Sie haben, welche Klientel Sie da vor Ort haben wie es Ihren, in Anführungsstrichen Kindern geht und wie Sie die am besten unterstützen können.
01:00:44: Da würde ich mir wünschen dass Schulen mehr Möglichkeiten haben einfach selbstständiger zu entscheiden.
01:00:49: Es gibt diese Schöne unter so was den Niederlanden.
01:00:51: in den Niederlanden kann ein Schulleiterin oder Acht von zehn Entscheidungen fällen, von zehn Anstehenden in Deutschland zwei von zehn.
01:01:00: Zwei bis drei.
01:01:01: Das vertraut den Schulleitung die wissen was gut ist.
01:01:05: Wir brauchen diesen großen Überbau an Behördenapparat nicht um zu wissen was Gut ist für unsere Schule.
01:01:12: das ist etwas sehr preußisch deutsches Aber gut so ist es.
01:01:19: Ich bin ja auch manchmal Agil hier im Podcast unterwegs und ich habe eben gesagt, Strukturen und Routinen sollten immer dafür sein dass sie förderlich sind.
01:01:29: Und ich dachte jetzt auch so ein bisschen im Blick auf die Zeit und eigentlich weil wir so einen schönen Checkoutsatz haben das sich meine drei Checkoutsätze heute einfach mal streiche!
01:01:40: Ich hoffe für euch ist es in Ordnung um das wir vielleicht einfach mit dem Podcast Enten, Schule soll vom Kind aus gedacht werden.
01:01:49: Punkt!
01:01:51: Das ist schön da kommen wir uns gut drauf ein.
01:01:54: Auf jeden Fall.
01:01:55: Ich danke euch von Herzen Nicole und Jörg dass ihr euch die Zeit genommen habt die Vision hier zu teilen und ja vielleicht das ein oder andere woanders damit anzustoßen und ich wünsche euch natürlich weiterhin so viel Freude Motivation und Erfolg bei eurer Arbeit.
01:02:11: Danke schön dass wir da sein konnten.
01:02:17: Ich hoffe, dass du auch heute wieder einige Impulse für dich mitnehmen konntest.
01:02:22: Vielleicht hast du beim Zuhören gemerkt, dass was Jörg und Nicole da aufbauen ist viel mehr als Schuheentwicklung.
01:02:29: Es ist die Frage wie aus einer Idee eine Organisation wird in der Menschen gern arbeiten und lernen.
01:02:36: Und was mich berührt hat auch so ihre Ehrlichkeit das sie letztendlich gesagt
01:02:41: haben
01:02:41: es fängt bei dem einzelnen Menschen an.
01:02:43: Es fängt mit der Führungskraft an und wie sie ihrer eigene Rolle hinterfragt und weiter denkt.
01:02:50: Und genau darum gibt es auch mein Leadership-Programm Zusammenwachsen.
01:02:55: Ein acht Monate Entwicklungsraum für angehende und aktive Führungskräfte aus Wirtschaft, Bildung und Verwaltung.
01:03:02: Menschen aus ganz unterschiedlichen Kontexten kommen hier zusammen, entwickeln sich weiter, wachsen zusammen und wachsen auch gemeinsam!
01:03:11: Der nächste Durchgang startet jetzt bereits am twentzwanzigsten Oktober und ich freue mich schon wahnsinnig.
01:03:16: Und theoretisch war der Ammeldeschluss der zehnte Oktober!
01:03:20: Wenn du jetzt aber ein Zuhören gemerkt hast, ich möchte auch Führung bewusster gestalten, möchte mir einen Raum geben um auch meiner Führungsrolle weiter zu wachsen... Da melde ich gerne noch bei mir und wir können vielleicht gemeinsam schauen, ob du noch beim nächsten Durchgang mit dabei sein kannst.
01:03:36: Schreib mir dafür am besten einfach eine E-Mail an Kontakt at homimöller.com.
01:03:41: Die E-mail findest Du auch in den Schoenots.
01:03:43: Und noch einen zweiten Hinweis!
01:03:45: Und zwar organisiere ich das Big and Growing New Work Festival im München.
01:03:50: Es geht darum, wie wir gemeinsam die Zukunft der Arbeit weiterdenken und gestalten können.
01:03:55: Und auch hier bringe ich ganz bewusst als Organisatoren- und Chapter-Lied für München Akteure aus Bildung, Verwaltung und Wirtschaft zusammen.
01:04:05: Ungefähr rund sechzig Menschen treffen an diesem Tag und es steht der Austausch und die Interaktion das gemeinsame Weiterdenken – und vor allem auch die Begegnungen im Vordergrund!
01:04:15: Wenn das für dich spannend klingt findest du auch hierzu alle Informationen in den Show-Notes und vielleicht sehen wir uns dort an diesem Tag auch persönlich.
01:04:24: Und damit hoffe ich, dass dir die Folge gefallen hat!
01:04:28: Ich würde mich total freuen wenn du sie weiterleitest, wenn du die Folge bewertest oder teilst, sodass wir damit noch weitere Impulse in die Welt tragen können.
01:04:37: Damit wünsche ich dir jetzt erst einmal eine.
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